HSV Herbede verspielt Heimsieg in Halbzeit zwei

Mit zehn Treffern war Herbedes Lennart Hein (am Ball) zweitbester Torschütze
Mit zehn Treffern war Herbedes Lennart Hein (am Ball) zweitbester Torschütze
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Vor allem in der Abwehr läuft‘s beim 25:27 (12:7) gegen die Ahlener SG II noch überhaupt nicht rund.

Herbede.. HSV Herbede -
Ahlener SG II 25:27

HSV: Scholz, Trippe; Knufinke (1), Hein (10), Noth, Schulte (1), Radtke (11/3), Ciesiolka (1), A. Haupt (1), Meuren, Schulz, Ruschau, Schmitz.

Den Wiederauftakt nach der vierwöchigen Winterpause hatte man sich beim HSV Herbede sicherlich anders vorgestellt. Ohne den erkrankten Coach Uli Schwartz an der Seitenlinie verloren die Ruhrstädter gegen die Ahlener SG II mit 25:27 (12:7). Dabei war ein Sieg durchaus im Rahmen des Möglichen.

„Heute fehlte es einfach an allen Ecken und enden“, erklärte Co-Trainer Jan Schiltz nach der Schlusssirene. Zuvor sahen die Zuschauer in der gut gefüllten Horst-Schwartz-Sporthalle eine zerfahrene Partie.

Gerade in Halbzeit eins ließen die Akteure auf beiden Seiten die Treffsicherheit vermissen und vergaben beste Chancen. Beim Stand von 2:2 rieben sich einige Zuschauer ob des Spielstandes nach zehn Minuten bereits ein wenig verwundert die Augen. Auch in der Folge gingen die Teams äußerst sparsam mit ihrem Torgelegenheiten um. Über 5:2 (15.) und 8:4 (22.) ging’s für die Hausherren immerhin mit einer 12:7-Führung in die Pause. Man merkte den Schwarz-Weißen die fehlenden Spielpraxis allerdings deutlich an. Allein den Treffern von Linksaußen Thomas Radtke und Lennart Hein war es zu verdanken, dass die Hausherren überhaupt mit einem halbwegs beruhigenden Vorsprung in die Kabine gingen. Dabei ließ man noch zahlreiche Gelegenheiten aus und leistete sich teilweise haarsträubende Ballverluste, die die ASG aber nicht verwerten konnte - zumindest im ersten Durchgang.

Denn nach dem Pausentee lief bei den Ruhrstädtern immer weniger zusammen. Vor allem in der Abwehr hatte man zusehens Probleme. Immer wieder gelangen Ahlen nun Anspiele an den Kreis. Dabei brachten auch Systemumstellungen seitens der Herbeder keine Besserung. „Das war einfach körperlos und hatte nichts mit Abwehrarbeit zu tun“, monierte Schiltz sichtlich enttäuscht. Einzig Torhüter Michael Trippe attestierte er Normalform.

Im Angriff hingegen agierten die Wittener ideenlos. Gegen die langen Kerle in der ASG-Defensive fand man einfach kein probates Mittel. Folgerichtig verkürzten die Gäste Minute für Minute den Spielstand, bis sieben Minuten vor Schluss schließlich ein 22:22 auf Anzeigetafel stand. Moralisch war der HSV Herbede nun längst geschlagen. Ahlen krallte sich mit zwei schnellen Treffer die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr her.