Hohes Tempo, viele Tore und Rot für Radis

Gut besucht war die Husemannhalle an beiden Tagen des Reserve-Cups.
Gut besucht war die Husemannhalle an beiden Tagen des Reserve-Cups.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Spieler, die nicht spielberechtigt sind, ein dominierender SV Herbede und die erstmalige Anwendung der neuen Regeln – dem Sparkassen-Hallen-Cup für Reserve-Mannschaften mangelte es nicht an Gesprächsstoff. Immerhin: Es blieb weitestgehend ruhig. Auf und neben dem Feld.

Witten..  Spieler, die nicht spielberechtigt sind, ein dominierender SV Herbede und die erstmalige Anwendung der neuen Regeln – dem Sparkassen-Hallen-Cup für Reserve-Mannschaften mangelte es nicht an Gesprächsstoff. Immerhin: Es blieb weitestgehend ruhig. Auf und neben dem Feld. Georg Fehrentz sah den Grund dafür auch in den neuen Regeln: „Wir haben keine brutalen Fouls gesehen und auch keine Verletzung“, so der Fachschaftsleiter.

Ganz ohne Rote Karte ging es aber nicht. FSV Wittens Wolfgang Radis sah im Spiel gegen Herbede II die einzige Rote Karte des Turniers. Allerdings nicht für ein Foul, sondern für Schiedsrichterbeleidigung. Er soll das böse „A-Wort“ gesagt haben.

Ansonsten sah Fehrentz wenig Zeitspiel, viel Tempo und viele Tore. Und das zumindest am Sonntag aus nächster Nähe. Denn weil es Ausrichter SpVgg. Witten 92/30 an Personal mangelte, übernahm Fehrentz kurzerhand gemeinsam mit Marc Helmholz die Turnierleitung. Den Part am Mikrofon füllte Fehrentz dabei gewohnt solide aus. Positiv: Der Fachschaftsleiter leistete immer wieder Regelkunde. So blieben auch auf der Tribüne keine Fragezeichen zurück. Dass die ersten beide Ränge an den SV Herbede gingen, nannte Fehrentz „kurios, aber verdient.“

Auch sonst gab es keinen Zweifel daran, dass da die beiden besten Mannschaften des Turniers im Finale standen. Mit einer Einschränkung, die selbst Mirko Rast, Trainer des SV Herbede II, eingestand: „Ich hätte gerne gesehen, dass wir gegen den TuS Stockum II spielen. Die haben einen tollen Ball gespielt. Es tut mir Leid, wie es für sie gelaufen ist.“ Letztlich habe seine Mannschaft aber verdient gewonnen, so Rast. Aber: „Die Pleite gegen unsere dritte Mannschaft war der Schuss vor den Bug zu rechten Zeit.“

Beim SV Herbede freut man sich nun auf das kommende Wochenende. Mit drei Mannschaften wird der Kemnade-Klub wohl so schnell nicht wieder an der Hallenstadtmeisterschaft teilnehmen. „Das ist schon eine geile Geschichte für den Klub“, sagt Rast, der eine eindrucksvolle Bilanz hat: Dreimal nahm die SVH-Reserve unter seiner Regie am Reserve-Cup teil, dreimal holte man den Pokal. Den darf der SV Herbede nun in die Vitrine stellen.