Hoffnung dank „Joker“ Dörken

Bereitete das 2:0 für Herbede vor: Elvis Karisek (M.).
Bereitete das 2:0 für Herbede vor: Elvis Karisek (M.).
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der SV Herbede hat wieder bessere Karten im Abstiegskampf - am Sonntag gab’s ein deutliches 3:0 (1:0) beim Mitkonkurrenten SV Höntrop.

Wattenscheid.. SV Höntrop -
SV Herbede 0:3 (0:1)

SVH: Hamann; Hochwimmer, Beckmann, Hain, Leone, Lucke, Sisman, Reckort, Karisik, Pänkert (57. Dörken), Kleine (87. Sareyko).

Schiedsrichter: Björn Sauer.
Zuschauer: 120.
Torfolge: 0:1 Hain (12.), 0:2 Sisman (67.), 0:3 Dörken (86.).

Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Landesliga schöpft der SV Herbede wieder neue Hoffnung. Eine routinierte Leistung genügte, um sich beim ebenfalls gefährdeten SV Höntrop deutlich mit 3:0 (1:0) durchzusetzen. Dabei überraschte vor allem einer der „Reservisten“.

57 Minuten waren gespielt, da durfte auch Kevin Dörken für die Herbeder aufs Feld. Eigentlich in der dritten Mannschaft des SVH in der dritten Kreisklasse zu Hause, hat er sich in den letzten Wochen als sinnvolle Alternative für die Offensive der Wittener entpuppt. Gut eine halbe Stunde lang stellte er am Sonntag seine Fähigkeiten unter Beweis - und die sorgten für Aufsehen: Kaum zehn Minuten stand Dörken auf dem Feld, da legte er seinem Mitspieler Ümran Sisman den Treffer zum 2:0 auf, in der Schlussphase krönte er dann seine prima Leistung mit einem rotzfrechen Treffer zum 3:0-Endstand. „Der Junge gefällt mir. Seine Unbekümmertheit hilft uns sehr“, würdigte Trainer Marco Held die Leistung des Jokers. Auch Teamkollege Sisman war angetan, klang gar ein wenig überrascht von Dörkens Auftritt: „Das muss mir mal einer erklären, warum der Junge in der C-Kreisliga spielt.“

In der Anfangsphase der Partie auf dem Bochumer Kunstrasen-Geläuf hatten noch die Etablierten im SVH-Dress das Wort - und machten ihre Sache richtig gut. Engagiert gingen die Herbeder in die Zweikämpfe, machten gleich enorm Druck. Allen war bewusst, dass man dieses Spiel unbedingt gewinnen musste, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Und einer kommt mit dem SV Höntrop ganz besonders gut zurecht: Daniel Hain, sonst eigentlich in der Innenverteidigung der Typ „Abräumer“, ging in der zwölften Minute mit nach vorne, als Elvis Karisik zunächst einen Eckball und dann eine weitere Flanke nach innen schlug. Gedankenschnell war Hain zur Stelle, bugsierte die Kugel zum 1:0 ins kurze Eck. Schon beim 2:0 im Hinspiel hatte er beide Treffer gegen Höntrop erzielt.

Danach allerdings ließen sich die Held-Schützlinge zu tief in die eigene Hälfte fallen - Keeper Daniel Hamann musste sein ganzes Können aufbieten, um in der 18. Minute einen Flachschuss zu parieren. Wenig später klärte Fabrizio Leone kurz vor der Torlinie (24.). Allzu souverän wirkte das nicht gerade, doch der SVH kam ohne Gegentor in die Pause.

„Wir haben zur zweiten Hälfte umgestellt - danach sah das viel besser aus. Vorher hatten wir zu viele Chancen zugelassen“, erklärte Marco Held nach dem Spiel. Sein Team wurde jetzt zunehmend sicherer, hatte mit Dennis Lucke einen Ballverteiler mit viel Übersicht. Und eben mit Kevin Dörken einen vortrefflichen Joker, der nach Zuspiel von Karisik lässig den mitgelaufenen Sisman bediente - 2:0 (67.). Vier Minuten vor dem Abpfiff dann die Entscheidung: Dörken schnappte sich auf links energisch den Ball und drosch ihn satt ins lange Eck - 3:0 (86.), er wird garantiert noch weitere Chancen erhalten.