Hinter RTC liegt ein Kraftakt

Das A-Team des Ruhrtanzclubs startet am Sonntag in die Regionalliga-Saison.
Das A-Team des Ruhrtanzclubs startet am Sonntag in die Regionalliga-Saison.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Am Sonntag beginnt in Bochum die Regionalliga der Lateinformationen. Das A-Team des Ruhrtanzclubs ist bereit für die fünf Turniere umfassende Saison.

Witten..  Allmählich wächst die Ungeduld im Lager des Ruhrtanzclubs Witten. „Es wird Zeit, dass es jetzt endlich losgeht“, meinte auch Vorsitzender Peter Hartmann, der mittlerweile wieder als Trainer der Regionalliga-Lateinformation fungiert, die am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, Rundsporthalle) in Bochum in die Saison starten wird. Hinter den Wittenern liegen dann einige turbulente Monate.

„Es gab eine Phase, da stand das ganze Projekt A-Team gewaltig auf der Kippe. Wir standen kurz davor, keine Mannschaft zusammen zu bekommen“, verrät Marion Kegenhoff, die gemeinsam mit Peter Hartmann das neue RTC-Ensemble betreut. Am Ende der vergangenen Saison erklärten einige der etablierten Tänzer ihren Rücktritt, andere schlossen sich wegen der offenbar unsicheren Lage in Witten konkurrierenden Vereinen an. „Aber ich wollte unsere Formation unbedingt retten“, erklärte Kegenhoff - daher war die einstige Bundesliga-Tänzerin (DM-Medaillen-Gewinnerin mit dem TSZ Velbert) auch bereit, selbst wieder aktiv auf die Fläche zu gehen. Ihre Bemühungen wurden belohnt, die unzähligen Telefonate hatten letztlich Erfolg - wenn auch mit einiger zeitlicher Verzögerung. Erst im Spätherbst stand das neue A-Team, jetzt musste in Windeseile die Arbeit aufgenommen werden. Denn bis zum Saisonauftakt am 8. Februar blieb noch nicht mal ein Vierteljahr - auf Drittliga-Niveau eigentlich kaum ausreichend, um ein entsprechend gutklassiges Sechs-Minuten-Programm aufs Parkett zu zaubern. „Da war es für uns natürlich von Vorteil, dass wir einige erfahrene Formationstänzer wieder für uns gewinnen konnten“, denkt Marion Kegenhoff vor allem an Christiane Römer oder Jan-Marc Henke, die schon reichlich internationale Erfahrung mitbringen.

„Ich hoffe, dieser ganze Kraftakt hat sich gelohnt“, sagt auch RTC-Chef Peter Hartmann. Doch er ist überzeugt davon, dass das Wittener A-Team die „kurze, aber sehr intensive Vorbereitungszeit“ optimal genutzt hat, um einen guten Start hinzulegen. Die Zielsetzung ist diesmal „eher ein Mittelplatz“, so Marion Kegenhoff, die wegen eines Bänderrisses zurzeit pausieren muss. Aktuell finden sich zehn Mannschaften in der Regionalliga West, da 2014 keines der Teams den Aufstieg in Liga zwei schaffte.

„An die Leistung des Aufstiegs-Turnieres können wir aber mit unserer Formation herankommen. Vielleicht noch nicht im ersten Turnier in Bochum, gewiss aber danach“, ist Hartmann überzeugt von den Qualitäten der acht Paare. Mit Thorben Jürgensen steht lediglich ein Formations-Neuling im RTC-Aufgebot, ansonsten wimmelt es bei den Ruhrstädtern nur so vor „alten Hasen“, die es noch einmal wissen wollen. Die Choreographie zum Musik-Thema „Furacao“ ist gleich geblieben, „nur zwei kleinere Teile und zwei, drei Bilder wurden umgebaut“, so Hartmann.