Hinspiel-Remis dient als Warnung

ETSV-Rückraumspielerin Andrea Rüwald (2. von li.) muss mit ihrem Team nach Münster.
ETSV-Rückraumspielerin Andrea Rüwald (2. von li.) muss mit ihrem Team nach Münster.
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Witten..  Ob er das Hinspiel-Remis gegen den BSV Roxel noch Erinnerung habe? „Natürlich - und meine Mannschaft ganz sicher auch“, sagt Trainer Stephan Hellwig vor dem letzten Auswärtsspiel des ETSV Witten in dieser Verbandsliga-Saison. Am Samstag (17 Uhr) treten die „Eisenbahnerinnen“ beim Tabellenletzten in Münster an und könnten im Falle eines Sieges den endgültigen Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen.

Es sieht derzeit allerdings nicht so aus, als könnten die Wittenerinnen noch einmal in Gefahr geraten. Aktuell steht der ETSV auf dem siebten Tabellenplatz (16:24-Punkte), hat nun die Partie beim Schlusslicht noch vor sich. „Ich gehe davon aus, dass die Mädels am Samstag noch mal alles in die Waagschale werfen werden“, betont Stephan Hellwig. Vor allem gelte die auch für die Spielerinnen, die den Wittener Club am Saisonende verlassen werden. Schmerzen werden den ETSV vor allem der Verlust von Eva Schmidtmann (hört auf), Annika Albus (zu Teutonia Riemke) und Sophie Hugger (zur PSV Recklinghausen).

Für den Trainer geht es dieser Tage vor allem darum, seinen Kader für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. Eine Neuigkeit konnte er jetzt bereits verkünden, denn neben Katharina Scheibelhut wird ab der Spielzeit 2015/16 auch Paulina Jasinska für die Verbandsliga-Sieben auflaufen. „Das hat sie sich mit ihren guten Leistungen in unserer zweiten Mannschaft einfach verdient“, so Hellwig. Die flinke Flügelspielerin hat nicht nur in der Offensive ihre Qualitäten, sondern ist zudem auch in der Deckung eine verlässliche Größe.

Zunächst gilt aber die volle Konzentration dem Gastspiel im Münsteraner Vorort. „Das ist eine spielstarke, läuferisch richtig gute Mannschaft. Und zuletzt waren Roxels Ergebnisse durchaus beachtlich. Das ist keine Truppe, die du mal so eben aus der Halle schießen kannst“, warnt Hellwig vor Überheblichkeit.

Denn da ist ja wieder der Gedanke an das Hinspiel, als der ETSV in eigener Halle 45 Minuten lang richtig gut gespielt hatte, klar in Front lag - am Ende aber reichlich verdutzt aus der Wäsche schaute, weil der BSV Roxel mit dem 24:24 einen Zähler aus der Kreissporthalle entführt hatte. „Das soll uns jetzt nicht wieder passieren. Wir werden von der ersten Minute an ganz konzentriert auftreten“, lässt der Coach wissen.

Verzichten muss er am Samstag auf Rückraumspielerin Bianca Richter, die beruflich verhindert ist, sowie weiterhin auf Eva Schmidtmann, die am letzten Spieltag gegen Arnsberg auflaufen möchte. Nach längerer Pause wieder an Bord ist dafür Janika Achtsnichts.