Hinspiel-Abreibung nicht vergessen

Vielelicht winkt auch Fitim Peci (re.) am Sonntag eine neue Bewährungschance.
Vielelicht winkt auch Fitim Peci (re.) am Sonntag eine neue Bewährungschance.
Foto: Oliver Schinkewitz

Heven..  Sechs Partien sind in der Rückrunde der Westfalenliga schon absolviert, und die Ausbeute des TuS Heven 09 ist mit gerade mal zwei Zählern überaus bescheiden. Lediglich daheim gegen Mengede (1:1) und gegen den TuS Hordel (3:3) gab’s jeweils ein Remis. Am Sonntag (15 Uhr, Haldenweg) kommt nun der Tabellenzweite TSV Marl-Hüls - und gegen den bezog man in der Hinrunde die höchste Saison-Niederlage.

0:9 - so hieß es am Ende einer überaus einseitigen Partie am Marler Loekamp gegen den Titelaspiranten. Mit viel Glück entgingen die Hevener an jedem 28. September einer zweistelligen Klatsche. Motivation genug für den neuerlichen Vergleich mit einer der besten Mannschaften der Liga sollte das allemal sein. Zumal die Wittener jetzt einen anderen Kader beisammen haben - lediglich Maik Knapp, der in der Hinserie noch für eben jenen TSV Marl-Hüls am Ball war, fällt weiterhin aus.

Für Mark Heinrich, den Hevener Trainer, steht vor dem so ungleichen Duell fest: „Wir dürfen nicht nach dem Gegner schauen. Mit einem möglichst guten Ergebnis sollten wir uns jetzt mal Selbstvertrauen holen.“ Auch unter der Woche hat sich bei ihm der Eindruck verfestigt, dass „einige bei uns immer noch nicht begriffen haben, dass wir im Abstiegskampf stecken.“ Nur: Wie könnte man davor die Augen verschließen, bei jetzt schon sieben Punkten Rückstand auf die derzeit so erfolgreiche Truppe des SV Horst-Emscher, die vor Wochenfrist in Marl gewann?

Trainer kündigt Änderungen an

„Ab jetzt zählen nur noch Punkte“, betont Heinrich. Und da will er auch keine Rücksicht mehr auf irgendwelche persönlichen Eitelkeiten nehmen. „Wer jetzt nicht erkennen lässt, dass sich für uns zerreißen will, der landet auf der Bank“, so seine markige Ankündigung. „Drei Veränderungen“ werde er im Vergleich zum Spiel in Wanne-Eickel (0:3) vornehmen, „einige Spieler haben sich jetzt aufgedrängt und werden ihre Chance bekommen.“ Und die Übrigen? „Auch von denen erwarte ich, dass sie in den verbleibenden Spielen 20 bis 50 Prozent mehr leisten“, was der TuS-Coach vor allem auf die Laufarbeit bezieht. Am Sonntag müsse man gegen dieses so offensivstarke Top-Team möglichst lange die „Null“ hinten halten - einfache Fehler wie zuletzt in Wanne-Eickel vor zwei der drei Gegentore würden auch gegen die Marl-Hülser, bei denen vier Spieler (u. a. zwei wichtige Defensiv-Akteure) aufgrund von Sperren ausfallen, bestraft. „Aber natürlich müssen wir auch unsere Chance im Spiel nach vorne suchen“, so Heinrich.

Der TuS Heven bangt vor der Partie gegen den Liga-Zweiten, der mit 58 Treffern die beste Offensiv-Abteilung aufweist, um den angeschlagenen Tim Krickhahn. Fehlen wird weiterhin Holger Lichottka.