Herbedes Abstieg ist amtlich
22.05.2011 | 21:19 Uhr 2011-05-22T21:19:00+0200
Herbede.SV Herbede -
SuS Langscheid/Enkhsn. 1:3 (0:1)
Ein schwarzer Sonntag war das für den Westfalenligisten SV Herbede: Nach vier Jahren in dieser Spielklasse wird der Club am Ende der Saison seinen Hut nehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Jörg Silberbach kassierte daheim eine 1:3 (0:1)-Niederlage gegen SuS Langscheid/Enkhausen und ist einen Spieltag vor Schluss fünf Zähler vom rettenden Ufer entfernt.
Da sowohl der BV Brambauer-Lünen (1:0 in Ennepetal) als auch Westfalia Wickede (4:3 in Dröschede) ihre Aufgaben perfekt lösten, steigt der SVH nun in die Landesliga ab. Kein Wunder, dass die Spieler der Silberbach-Truppe nach dem Abpfiff entsprechend geknickt waren. „Der Stachel sitzt natürlich ungeheuer tief. Aber wir haben heute absolut verdient verloren“, sucht der SVH-Coach gar nicht lange nach Ausflüchten. 90 Minuten lang war seine Mannschaft nicht in der Lage, ihren Erfolgswillen in die Tat umzusetzen. „Vielleicht lag es ja doch an den Nerven“, mutmaßte Silberbach.
Zumindest bekamen die Herbeder ihre drängenden Defensivprobleme in der gesamten Saison nicht in den Griff. Auch diesmal geriet man früh in Rückstand: Denis Rödel traf nach elf Minuten nach einer schönen Kombination zum 1:0. Das „komische Gefühl“, das Silberbach schon unter der Woche wie einen Amboss mit sich herumschleppte, schien sich zu bestätigen. Langscheid/Enkhausen war aggressiver in den Zweikämpfen, läuferisch überlegen und gewitzter in der Offensive. Dennoch blieb es zur Pause beim knappen 0:1.
Und siehe da: In der 56. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf, als Marvin Rathmann nach Pass von Ümit Günkaya per Volleyschuss aus 15 Metern ein Traumtor in den Winkel gelang - 1:1. „Vielleicht wäre danach ja noch was gegangen, wenn Sebastian Kleine die Chance zum 2:1 genutzt hätte“, trauerte Silberbach der vertanen Gelegenheit seines Hauptangreifers nach, der in der 74. Minute per Kopf nur hauchdünn vorbeizielte.
Postwendend aber traf Langscheid/Enkhausen die Platzherren bis ins Mark: Wieder war Denis Rödel zur Stelle, traf präzise aus 23 Metern ins linke Eck - 2:1 (75.). Frank Wondra und Daniel Beckmann, die als „Doppel-Sechs“ im defensiven Mittelfeld keine gute Figur abgaben, trabten nur träge nebenher, statt den Schützen zu behelligen.
Nur drei Minuten später folgte dann der endgültige K.O. für die Wittener, als nach einem der zahlreichen unnötigen Ballverlust im Mittelfeld ein flotter Konter das 3:1 für die Sauerländer sorgte - diesmal durfte sich Tim Rademacher als Torschütze von seinen Mitspielern feiern lassen (78.). Silberbach: „Ich weiß nicht, warum wir so wenig von dem umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten. Das Bemühen war da - aber individuell waren wir heute leider die Unterlegenen.“
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