Herbede freut sich auf TuS Hordel

Neun Gegentore musste
Neun Gegentore musste
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
  • Der SV Herbede empfängt am Donnerstag im Kreispokal den DJK TuS Hordel
  • Die Gäste sind Westfalenliga-Zweiter und reisen als klarer Favorit an
  • Zwei Klassen Unterschied und die vielen Ausfälle beim SVH sprechen gegen eine Pokalüberraschung

Herbede..  Null zu neun, fast zweistellig. So lautete das Ergebnis der Partie zwischen dem SV Herbede und DJK TuS Hordel beim Herbeder Vorbereitungsturnier im Juli. Wenn das Westfalenliga-Topteam am Donnerstagabend (19.30 Uhr) wieder am Stausee zu Gast ist, soll sich dieses Ergebnis nicht wiederholen.

Wird sie auch nicht. SVH-Trainer Marius Kundrotas sagt: „In der Vorbereitung ist der Unterschied immer größer. Wir wissen , was auf uns zukommt.“ Im Juli leistete sich der SVH zu leichte Fehler und wurde überrannt, lag schon zur Halbzeit 0:7 zurück. Eine Strategie dagegen kann Kundrotas sich nicht wirklich überlegen: „Das hängt davon ab, welche Spieler Donnerstag fit sind.“

Große Chancen rechnet sich Herbede nicht aus, warum auch. Die Gäste sind ein echtes Kaliber. Mit einem 3:1 schockte der DJK TuS vor zweieinhalb Wochen das Westfalenliga-Überteam Westfalia Herne und übernahm eine Woche später selbst die Tabellenführung. Die haben seit Sonntag zwar wieder die Herner inne, doch nach dem Saisonstart deutet sich an, dass die Hordeler in dieser Saison tatsächlich um den Aufstieg in die Oberliga mitspielen können. Der Schlüssel dazu ist die fast unbezwingbare Defensive: Die DJK TuS hat in zehn Saisonspielen nur fünf Gegentore kassiert, spielte sechsmal zu Null. In ihrer ersten Pokalrunde (nach einem Freilos) hatte Hordel mit Landesligist CSV Linden beim 2:1 kaum Probleme.

Hordel ist der Topfavorit auf den Pokal. Was spricht dafür, dass die Mannschaft von Marcel Bieschke am Stausee stolpert? Wenig bis nichts. Denn Herbede fehlt gegen den vermutlich stärksten Gegner in dieser Saison weiter eine komplette Mannschaft, wer fit ist, spielt. Vorbereiten konnte Marius Kundrotas kaum, im Training hatte er meist gerade einmal zehn voll einsatzfähige Spieler um sich. „Die Personallage ist weiter angespannt, Entspannung gibt es keine, stattdessen weitere Fragezeichen. Und ich werde gegen Hordel auch niemanden reinschmeißen, der nicht fit ist und danach wieder drei Wochen fehlt.“

Die Prioritäten sind klar gesetzt. Die Liga ist Alltagsgeschäft und Priorität Nummer eins, auch wenn Kundrotas sagt: „Ich will da keine Wertigkeit reinlegen. Es ist eine schwierige Phase, die wir überstehen müssen. Aber natürlich wollen wir sowohl in der Liga als auch im Pokal gewinnen.“

Nicht das wichtigste Spiel

Das alles soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Herbeder natürlich doch alles tun werden, die große Sensation zu schaffen. „Auch wenn es nicht das wichtigste Spiel ist, ist es eine schöne Geschichte und eine tolle sportliche Herausforderung. Wir nehmen den Pokal ernst“, sagt Kundrotas. Um etwas zu erreichen sei mannschaftliche Geschlossenheit der wichtigste Faktor: „Bei zwei Klassen Unterschied reicht es nicht, einen oder zwei Spieler auszuschalten. Gegen diesen Gegner können wir nur als Mannschaft bestehen.“