Herbede droht der Tabellenkeller

Gianluca Silberbach (re.) verlor mit Herbede das Ringen um drei wichtige Punkte.
Gianluca Silberbach (re.) verlor mit Herbede das Ringen um drei wichtige Punkte.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Beim Tabellenzehnten VfB Günnigfeld traf der Landesligist zwar endlich einmal wieder „ins Schwarze“, unterlag am Ende aber mit 1:2 (0:1).

Bochum.. VfB Günnigfeld -
SV Herbede 2:1 (1:0)

SVH: Hamann; Hain, Leone, Kleine, Homann, Karisik (77. Sareyko), Beckmann, Hochwimmer, Silberbach, Sisman, Zimmer.
Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Datteln).
Zuschauer: 120.

Torfolge: 1:0 Fahr (30.), 1:1 Kleine (52.), 2:1 Lombardo (66.).

Für den SV Herbede könnte es gegenwärtig wahrlich etwas besser laufen. Beim Tabellenzehnten VfB Günnigfeld traf der Landesligist zwar endlich einmal wieder „ins Schwarze“, musste sich den Bochumern am Ende aber mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Dass die Wittener aus dem Spiel heraus kaum Torchancen kreieren, ist dem Trainerteam durchaus bewusst. Mittelfeldmann Gavin Hope wird schmerzlich vermisst, zudem hat man derzeit schlicht nicht das größte Selbstvertrauen. „Umso konzentrierter hätten wir in der Defensivarbeit und bei eigenen Standardsituationen sein müssen“, ärgerte sich Übungsleiter Marco Held. Denn letztlich habe man am Sonntag nur verloren, da man sich insgesamt eben „einen Fehler mehr“ geleistet hätte.

Auf dem langsamen Bochumer Rasen spielten beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe. Zu Beginn hatten Sebastian Kleine und Daniel Hain kleinere Torchancen, auf der anderen Seite parierte Herbedes Torhüter Daniel Hamann in Anschluss an einen Eckstoß (22.). Eine Standardsituation führte acht Minuten später dann auch zum ersten Günnigfelder Treffer, weil Marvin Fahr ungedeckt zum Kopfball kam - 1:0. „Das darf uns natürlich überhaupt nicht passieren, da müssen wir aufmerksamer sein“, kritisierte Held.

Immerhin gab es nach dem Seitenwechsel Grund zum Jubeln, als Sebastian Kleine einen verlängerten Einwurf ins lange Eck köpfte (52.). Die Reaktion des langen Stürmers verdeutlichte, wie sehr man beim SVH auf einen Treffer gewartet hatte. Dieses Erfolgserlebnis also bescherte den Gästen nun ein Zwischenhoch, allerdings fehlten schlicht ernsthafte Möglichkeiten. Über die Außenbahnen passierte rein gar nichts, zwei verzogene Schüsse von Benjamin Homann blieben daher die einzigen Ausrufezeichen der Wittener.

Ärgerlich, dass die Herbeder Hintermannschaft in der 66. Minute einmal zu nachlässig agierte. VfB-Knipser Stefano Lombardo setzte sich nach einem langen Ball gegen drei Verteidiger durch, umkurvte Daniel Hain und vollstreckte mit einem Flachschuss. Zum entscheidenden 1:2 fiel Marco Held entsprechend wenig ein. „Mir fehlen die Worte, wenn ich sehe, wie wir uns da verhalten haben.“