„Henri“ bleibt eiskalt - 22:22

Packende Zweikämpfe boten sich die beiden Teams - hier wird Rabea Striebeck (re.) bedrängt.
Packende Zweikämpfe boten sich die beiden Teams - hier wird Rabea Striebeck (re.) bedrängt.
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Erst Sekunden vor dem Abpfiff markierte Henriette Schmidt für ihren TuS Bommern das 22:22 (12:14) bei der HSG Hohenlimburg.

Hagen.. HSG Hohenlimburg -
TuS Bommern 22:22

TuS: Biniasch, Kruse; Müller (1), L. Berger (2), Köstler (4), Bernstein (6/2), Striebeck (4), H. Schmidt (2), Grups (1), Sonnenschein (1), N. Schmidt (1), Zachhuber.

Zwischen diesen beiden Mannschaften gibt’s in der Landesliga-Spielzeit 2014/15 einfach keinen Sieger: Auch das Rückspiel des TuS Bommern bei der HSG Hohenlimburg endete mit einer Punkteteilung - eine der Jüngsten im Wittener Dress sorgte kurz vor Schluss für das verdiente 22:22 (12:14).

Nur noch wenige Sekunden waren zu absolvieren in der Hagener Rundsporthalle, da wurde auf der rechten Außenbahn Henriette Schmidt freigespielt. Ganz routiniert behielt die erst 17-Jährige die Nerven, brachte den Ball als Aufsetzer im Netz unter - 22:22, der durchaus verdiente Zähler war eingefahren. Einziger Wermutstropfen für den TuS Bommern: Um den folgenden Angriff der Gastgeberinnen flugs zu unterbinden, leistete sich Rabea Striebeck ein taktisches Foul an der Mittellinie, sah dafür die Rote Karte.

„Insgesamt war das eine super Leistung von uns“, meinte ein erleichterter Trainer Dirk Hille nach der wechselhaften Partie. Die Voraussetzungen für die Bommeraner Damen waren nämlich alles andere als rosig, da sich zu Miriam Krabbe (Muskelfaserriss) mit Natalie Scherber (Bänderriss im Sprunggelenk) nun auch noch eine zweite verletzte Stammkraft gesellte. Die Rückraumspielerin, eine der besten TuS-Torschützinnen in dieser Saison, zog sich die Fußverletzung in Gevelsberg zu. So musste vor allem Josefine Bernstein im linken Rückraum ‘ran. Als Spielgestalterin begann einmal mehr die etatmäßige Linksaußen, Nicole Schmidt.

Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gästen - fünf verschiedene Torschützinnen sorgten für eine 5:2-Führung. Nach einer runden Viertelstunde aber hatte sich Hohenlimburg - mit der Ex-Bommeranerin Nina Hillebrecht (insgesamt acht Treffer) und der früheren Bundesliga-Spielerin Natalie Funke-Kamann (fünf Tore) im Rückraum - herangearbeitet, glich zum 8:8 (18.) aus. Nach dem 11:10 der TuS-Damen durch Lena Berger gab’s dann einen leichten Bruch im Offensivspiel, so dass die HSG zur Pause ein 14:12 vorlegte.

Köstler am Kreis stark

In der zweiten Hälfte blieb es bei der stetigen, knappen Führung für die Gastgeberinnen - der TuS Bommern ließ sich allerdings nicht abschütteln. Nach einem 14:17-Rückstand sorgte vor allem Torfrau Nina Kruse mit ihren Paraden dafür, dass ihr Team auf Schlagdistanz blieb. Neun Minuten vor Schluss hieß es 19:21 aus Sicht der Hille-Sieben - und als Josefine Bernstein einen Siebenmeter vergab, schwante dem Coach nichts Gutes. Doch sein Team nutzte die Schwächen der Hohenlimburgerinnen effektiv, die überzeugende Kreisläuferin Chantal Köstler markierte das 21:21 (58.). Nach dem neuerlichen Rückstand hatte dann Henriette („Henri“) Schmidt ihren großen Auftritt - Bommerns Talent traf souverän ins Schwarze.