Heinrich lässt keine Ausrede gelten

Zuletzt gegen den TuS Erndtebrück II kam Diego Rocha Martinez (weißes Trikot) erst in der zweiten Halbzeit beim TuS Heven 09 zum Zuge.
Zuletzt gegen den TuS Erndtebrück II kam Diego Rocha Martinez (weißes Trikot) erst in der zweiten Halbzeit beim TuS Heven 09 zum Zuge.
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Was wir bereits wissen
Der TuS Heven 09 benötigt im Abstiegskampf dringend ein Erfolgserlebnis. Am besten schon am Sonntag beim DSC Wanne-Eickel...

Heven..  Ausreden gibt’s nun wirklich keine mehr für den Westfalenligisten TuS Heven 09. Vier Punkte Rückstand aufs rettende Ufer weisen die Blau-Weißen nach 20 gespielten Runden auf - ab sofort gilt es möglichst überall und gegen jeden zu punkten. Auch am Sonntag (15 Uhr, Mondpalast-Arena) beim heimstarken Tabellendritten DSC Wanne-Eickel.

„Wir müssen auf jeden Fall an unsere Leistungsgrenze gehen, um da was mitnehmen zu können“, sagt Hevens Trainer Mark Heinrich. Unter der Woche wurden die Fehler bei der 2:4-Pleite gegen die Erndtebrücker Reserve schonungslos angesprochen - und davon gab’s eine ganze Reihe. „Wir müssen einfach die Fehlerquote so gering wie möglich halten, sonst wird es ganz schwer“, so Heinrich. Jeder im Hevener Kader müsse sich zu 100 Prozent auf den knochenharten Abstiegskampf einstellen. „Ich appelliere vor allem an unsere erfahrenen Spieler, die sich jetzt noch mehr einbringen, die jungen Spieler mitreißen müssen.“

Gegen Erndtebrück war davon kaum etwas zu sehen - vor allem nicht in der ersten Spielhälfte, als Heven überhaupt nicht seinen Rhythmus fand und kaum in der Lage war, sich aus der Defensive zu befreien. „Die vielen individuellen Fehler haben uns da die Punkte gekostet“, stellt der Trainer fest. Daher will Heinrich versuchen, sein Team am Sonntag in der Mondpalast-Arena ein wenig offensiver agierren zu lassen. „Wir dürfen uns nicht mehr so hinten ‘reinzwängen lassen - dadurch entsteht zu viel Druck“, so Heinrich. Wanne-Eickels Stärken sieht der TuS-Coach vor allem im Zentrum. Insofern kommt viel Arbeit auf Volkan Kiral und den zuletzt enttäuschenden Demir Mustic zu, der in der Pause des Erndtebrück-Spiels ausgewechselt wurde - wenngleich er nicht ganz fit war.

DSC Wanne mit Personalsorgen

Verzichten muss der Tabellen-14. am Sonntag auf den erkrankten Maximilian Günzel sowie auf Ersatzkeeper Holger Lichottka. Flügelflitzer Maik Knapp fällt aufgrund seiner Finger-OP ohnehin noch eine Weile aus. Doch auch die Gastgeber, die im neuen Jahr erst ein Punktspiel gewinnen konnten (4:0 in Hombruch), haben aktuell mit personellen Problemen zu kämpfen. Zuletzt beim 1:2 in Horst-Emscher gab’s gleich zwei Platzverweise (u. a. gegen Stürmer Tugrul Aydin und den Ex-Herbeder Marvin Rathmann) - zudem fehlen der frühere Hevener Alexander Nour sowie Mittelfeld-Stratege Sebastian Greitemann (5. Gelbe).

„Uns liegt zwar der Rasenplatz nicht so - aber auch sowas darf jetzt absolut keine Ausrede mehr sein. Egal, ob auf Rasen, Asche oder auf ‘nem Feldweg, wir müssen jetzt alles in die Waagschale werfen, um Punkte zu holen“, gibt sich Hevens Coach kämpferisch.