Heinrich hat System längst im Kopf

Als Spieler wird Mark Heinrich (re.) vermutlich nur noch im Notfall aushelfen.
Als Spieler wird Mark Heinrich (re.) vermutlich nur noch im Notfall aushelfen.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Witten..  Über dem „Strich“ überwintern die Fußballer des TuS Heven 09 in der Westfalenliga. Keine Frage, dass man am Haldenweg quasi drei Kreuze machen würde, wenn auch am Ende der Saison der 13. Tabellenplatz herausspringen würde. Die in der Winterpause auf einigen Positionen veränderte Mannschaft will der neue Trainer Mark Heinrich ab Sonntag fit machen.

„Wir werden erst morgens zusammen frühstücken und dann zu einer ersten, lockeren Einheit auf den Platz gehen“, erklärt der 28-Jährige, den die Hevener als Nachfolger des entlassenen Trainers Oliver Gottwald zurückgeholt haben. Schon am Ende der Oberliga-Saison hatte Heinrich den TuS gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Peter Kluth gecoacht - und damals durchaus einen ordentlichen Eindruck mit seiner Trainingsarbeit hinterlassen. Allerdings sahen die TuS-Macher ehedem keine Perspektive für eine weitere Zusammenarbeit und ließen Heinrich zum Landesligisten Hedefspor Hattingen ziehen. Dass die abermalige Verpflichtung von Gottwald kein ganz glücklicher Schachzug war, diese Erkenntnis reifte bei den Verantwortlichen der Fußball-Abteilung vor allem im Spätherbst von Woche zu Woche.

Rang 13 nach 16 absolvierten Partien, mit gerade einmal zwölf Punkten auf der Habenseite - das entsprach nicht wirklich der Vorstellung des TuS-Vorstandes. Also gab’s in der Winterpause einiges zu tun, unter anderem auf dem „Transfermarkt“, wo man sich reichlich bediente - zumal sich die Hevener ja auch von einigen Spielern trennten. „Wir werden mit 20 Spielern in die Restserie gehen - das ist absolut in Ordnung, und damit kann ich gut leben“, betont Mark Heinrich. Vielleicht wird er auch selbst noch die Schuhe für den TuS überstreifen - sofern Heven die Freigabe von Heinrichs Ex-Club Hedefspor bekommt. „Aber selbst dann werde ich wie in der Oberliga-Saison nur im Notfall mitwirken.“

Für den 28-Jährigen geht es ab Sonntag mit seinem Team darum, die konditionellen Grundlagen für die ausstehenden Punktspiele zu schaffen. „Wir werden einiges in Sachen Kraftausdauer machen - die Fitness ist im Abstiegskampf ganz entscheidend“, so Heinrich. Danach werde er sich gemeinsam mit Co-Trainer David Nyenhuis daran machen, das System einzustudieren, mit dem der TuS in der Liga bleiben soll. „Vor allem geht es darum, unsere Defensive zu stabilisieren. 49 Gegentore bislang sind eindeutig zu viel“, so Heinrich. „Das ist eine schöne Herausforderung. Wir müssen eine ganze Menge dafür tun, um die Klasse zu halten“, ist sich Heinrich der Schwere der Aufgabe bewusst - zumal den TuS Heven ein heftiges Auftaktprogramm erwartet, angefangen mit dem Gastspiel beim SC Hassel (15. März).

„Wir haben durch unsere Neuzugänge einiges an Qualität hinzugewonnen. Ich bin überzeugt davon, dass sich das positiv auswirkt. Leider haben wir es nicht geschafft, auch Alexander Nour zu verpflichten“, betont der TuS-Coach. Auch in der Offensive hatte Heven bislang seine Schwierigkeiten. „Mit Kadir Yilmaz, Maik Knapp, Ali Abou-Saleh und Tuna Kayabasi haben wir vier Stürmer im Kader - und dazu einige Spieler mehr, die immer für Tore gut sind“, sagt Heinrich. Dabei denkt er neben den Mittelfeld-Strategen Demir Mustic und Volkan Kiral vor allem an den kopfballstarken David Nyenhuis, der allerdings in erster Linie als Innenverteidiger für Sicherheit sorgen soll.