„Heimrennen“ für Brunkhorst und Wolter
03.09.2010 | 13:50 Uhr 2010-09-03T13:50:00+0200
Witten.Für die Triathlon-Herren des „asics Team“ TG Witten geht die sportliche Aufhol-Jagd in Richtung Bundesliga-Meisterschaft am Sonntag, 5. September, in Hannover in die nächste Runde. Beim vierten Wettkampf der Saison will Teamleiter Richard Gutt mit seinem Quintett die Chance wahren, 2010 als Tabellenerster abzuschließen.
Nach dem unglücklichen dritten Rang beim letzten Rennen in Offenburg, als Dan Wilson in einen Radsturz verwickelt war, sollen nun Claude Eksteen, Nils Frommhold, Christian Prochnow, Sebastian Rank und Matthias Zöll über eine Sprintdistanz um den Tagessieg kämpfen. „Ich denke, dass wir mit diesem Kader eine realistische Chance auf den ersten Platz haben“, visiert Gutt das oberste Podest an.
Streitig machen wollen dies dem „asicsTeam“ TG Witten wieder die Hauptrivalen aus Buschhütten und Schramberg. „Wir müssen definitiv versuchen, vor Buschhütten zu landen, denn sonst ist die Meisterschaftsmesse fast schon gelesen“, schwört Gutt seine Athleten auf den zweiten Saisonsieg nach dem Erfolg beim Wittener Sparkassen City-Triathlon ein. „Jedem unserer Starter ist bewusst, unter welchem Zugzwang wir stehen.“
Auch wenn die Siegener Tabellenführer mit den Gebrüdern Vasiliev nur auf zwei ihrer internationalen Topstarter zurückgreifen können, gehen sie mit einer starken Mannschaft an den Start. „Schramberg ist ebenfalls nicht zu unterschätzen und kämpft sicherlich auch um den Tagessieg mit.“
Aber wichtig ist im Wettkampf, lautet eine etwas veränderte Sportlerweisheit. Die vergangenen Rennen haben gezeigt, dass beim Triathlon einige Unwägbarkeiten existieren, von denen auch das „asicsTeam“ TG Witten betroffen war. Insofern dürfen sich die Triathlonfreunde auf ein spannendes Wochenende einstellen.
Damen-Duell mit Erlangen im Mittelpunkt
Dass die Triathlon-Bundesliga in Hannover Station macht, freut zwei Starterinnen des „asics Team“ TG Witten besonders. Denn Lena Brunkhorst und Maren Wolter können so bei einem Heimrennen mit ihrer Mannschaft um wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel kämpfen.
Wenn es am Sonntag daher um 12:40 Uhr für die Triathletinnen in den Maschsee geht, um eine Sprintdistanz zu absolvieren, können sicher auch Kathrin Müller und Alena Stawczynski von den Tipps ihrer beiden Teamkolleginnen profitieren.
„Es ist immer schön, ein Rennen zu Hause zu machen“, freut sich Brunkhorst auf den Wettkampf, den sie in den vergangenen zwei Jahren über die längere Olympische Distanz jeweils gewinnen konnte. In der Streckenkenntnis sieht sie indes keinen wirklichen Vorteil. „Die Strecke wurde zum einen etwas verändert und ist zum anderen insgesamt für alle nicht so kompliziert. Alles dreht sich um den Maschsee und ist relativ gerade und flach. Dennoch ist es für mich natürlich etwas Besonderes, vor der Haustür an einen Bundesligastart gehen zu können.“
Bei aller Vorfreude weiß sie aber auch um die starke Konkurrenz und hat daher nicht in erster Linie den Tagessieg im Visier als vielmehr die Verteidigung der Tabellenspitze. „Erlangen ist wieder stark besetzt, aber wir werden sehen, was am Ende für uns herausspringen kann.“
Das sieht auch Teamleiter Richard Gutt so, der davon ausgeht, dass seine nominierten Starterinnen eine gute Gesamtleistung zeigen werden, auch wenn er die Aufstellung wieder einmal verändern musste. „Einen Podiumsplatz streben wir in jedem Fall an, aber ich denke, dass auch durchaus mehr möglich sein kann.“
Denn der Teamgeist stimmt in Witten, so dass auch Brunkhorst, die bisher als einzige alle Rennen bestreiten konnte, keine Bedenken hat ob der neuen Zusammenstellung. „Ich glaube nicht, dass dies störend ist, da wir uns schließlich alle gut kennen und die, die im Wittener Kader stehen, auch immer verlässlich sind.“
Zudem hat das „asics Team“ nicht nur zwei Lokalmatadorinnen am Start, sondern mit Brunkhorst auch gleichzeitig eine der Führenden der aktuellen Einzelgesamtwertung. „Ich werde wieder mein Bestes geben und versuchen, mit dem Team den ersten Platz zu stabilisieren“, so die angehende Medizinerin.
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