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"Halbe" Strecke schwer im Kommen

30.12.2008 | 19:45 Uhr

Zwar ist der Langstreckenlauf noch immer Trend, aber die 21,1 Kilometer sind inzwischen sehr gefragt.Schnellster Wittener Marathonläufer war in 2008 TTW-Mitglied Ansgar Varnhagen mit 2:30,13 Stunden in Köln

LEICHTATHLETIK MARATHON-BILANZ 2008Witten. 160 sportliche Wittener überquerten in diesem Jahr die Ziellinie eines Marathons. Das sind deutlich weniger als im Rekordjahr 2005 (298). Damit liegt die Sportstadt Witten im Trend: Der Lauf-Boom ist ungebrochen, aber immer mehr Freizeitsportler geben sich mit der halben Distanz von 21,1 km zufrieden. Dabei ist das schwache Geschlecht in diesem Fall das männliche. Denn die Frauenquote im Marathon steigt weiter an und liegt nun bei 30 Prozent.

Die Jahresbestleistung stellte TTW-Mitglied Ansgar Varnhagen auf, der für die LG Olympia Dortmund läuft. Bei seinem Marathon-Debüt in Köln überzeugte er mit 2:30,13 Stunden. Auch hinter ihm finden sich Läufer des Triathlon-TEAM Witten. Kay Kretzschmar lief mit 2:39,39 std. Bestzeit in New York, Dirk Strothkamp war in Hamburg nach 2:43,26 im Ziel.

Holger Brandt brachte das Kunststück fertig, gleich drei Mal knapp unter drei Stunden zu laufen. Die objektiv wohl beste Marathon-Leistung lieferte Altmeister Klaus Augustin ab. Seine Zeit von 2:57,44 lief er immerhin im Alter von 60 Jahren. Auch zwei 50-Jährige blieben unter drei Stunden: Dieter Veldscholten (2:58,34) und Walter Kilian (2:59,08).

Unerreicht blieb einmal mehr der Wittener Stadtrekord aus dem Jahr 1984. Volkmar Klaaßen (TG Witten 48) lief damals 2:26,35 und ist seit fast einem Vierteljahrhundert der schnellste Wittener.

Wenn es um Superlative geht, steht der Name Birgit Schönherr-Hölscher (PV-Triathlon) seit Jahren an erster Stelle. Zum siebten Mal in Folge führt sie die Wittener Jahresbestenliste an, diesmal mit 3:09,01 Stunden, die sie schon zu Jahresbeginn in Herten-Bertlich erzielte. Nach einem gesundheitlichen Rückschlag fand sie sehr schnell zu alter Form zurück und vertrat die deutsche Nationalmannschaft beim 100km-Weltcup in Italien. Als beste Deutsche belegte sie Platz sieben der EM-Wertung und gewann Bronze mit der Mannschaft.

Mit insgesamt vier Marathonläufen, zwei Wettkämpfen über 100km und zwei Triathlon-Starts über die Ironman-Distanz ist Schönherr-Hölschers Pensum in ihrem schwierigsten Jahr umso beeindruckender.

Nummer zwei in Witten ist Laura Routaboul de Brüchert-Pastor (PV-Triathlon), die in Wien 3:28,20 std. laufen konnte. Anke Libuda (PV-Triathlon) war mit 3:31,01 std. in Münster fast genauso schnell.

Herausragend ist die Leistung von Helga Groß (TTW), die im Alter von 67 Jahren auf der 42,195 km-Distanz debütierte und auf ihre Zeit von 4:27,33 std. mit Recht stolz sein kann. Das kann auch Wittens ältester Marathonläufer Reinhard Dlugi (73), der mit respektablen 4:37,45 Stunden beim Ruhr-Marathon im Frühjahr sehr viele Jüngere weit hinter sich ließ.

Info: Die kompletten Bestenlisten von 5 km bis zum Marathon finden sich im Internet unter www.laufen-in-witten.de

Von Ulrich Sauer


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