Grundschüler in Bewegung

Zur Abschlussveranstaltung des Sportkarussells für Grundschüler traf man sich im Wullenstadion.
Zur Abschlussveranstaltung des Sportkarussells für Grundschüler traf man sich im Wullenstadion.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Für zwei Wittener Grundschulen war’s ein ganz sportliches Schuljahr. Sechs Wittener Vereine brachten den Kindern ihre Sportarten näher.

Witten..  Ein bewegungs-intensives Schuljahr ist so gut wie ‘rum - zumindest für die Kinder von der Baedeker- und der Gerichtsschule. Die beiden Wittener Grundschulen waren die ersten Lehranstalten der Ruhrstadt, die vom „Sportkarussell“ - ins Leben gerufen vom Kreissportbund Ennepe-Ruhr und dem Stadtsportverband - profitierten. Jetzt gab’s die große Abschlussveranstaltung im Wullenstadion.

Philipp Topp, Mitarbeiter beim KSB und zuständig vor allem für das Projekt „NRW bewegt seine Kinder“, hat sich umgehört bei einigen Beteiligten. Bei Schülern, Eltern und Lehrern. „Die Resonanz nach diesem ersten Jahr hier in Witten war sehr positiv. Alles hat reibungslos geklappt, wie man mir versichert hat. Vor allem kam bei den Schülern gut an, dass sie auf einen Schlag sechs verschiedene Sportarten kennenlernen durften“, berichtet Philipp Topp.

Auch der junge Sportwissenschaftler weiß um das Problem an vielen Grundschulen: Es fehlt oftmals einfach an der nötigen Zeit bzw. auch an der Fachkompetenz der Pädagogen in Sachen Sport. Von daher habe die Idee dieses „Sportkarussells“ ihr Ziel erreicht. Als Kooperationspartner im ersten Jahr dieses Projektes wurden die Baedeker- und die Gerichtsschule gewonnen. Dort haben in den zurückliegenden Monaten sechs hiesige Sportvereine insgesamt 32 Kindern (in zwei Gruppen à jeweils 16) ein abwechslungsreiches Sportangebot als Teil des offenen Ganztags-Unterrichts angeboten. Auch für die Vereine eine gute Möglichkeit, den Nachwuchs für die eigene Sache zu begeistern und womöglich Talente zu finden.

Alle sechs Wochen tauchten die Grundschüler quasi in eine neue Sportwelt ein - die ideale Abwechslung zum sonstigen Schulsport-Alltag, der gewiss nicht eine solche Vielfalt anzubieten in der Lage ist. „Die Idee ist damals in Wetter entstanden. Jetzt haben wir auch in Witten erste Erfahrungen gesammelt und sind auch in Ennepetal und in Hattingen dabei, das dauerhaft zu etablieren“, sagt Philipp Topp. Unterstützt werden SSV und KSB dabei in Witten von der AOK und vom Projekt „Sportscout“ der Stadtwerke. „So ist es uns überhaupt möglich, die Honorare für die Übungsleiter aufzubringen“, berichtet Topp.

Idee entstand in Wetter

Die Dritt- und Viertklässler von der Baedekerschule schnupperten mit Begeisterung beim Fußball (FSV Witten), beim Tischtennis (DJK BW Annen), beim Basketball (Ruhrbaskets), beim Judo und beim Tennis (beides SU Annen) sowie bei der Selbstverteidigung (TuRa Rüdinghausen) ‘rein. An der Gerichtsschule waren neben Fußball, Basketball und Tischtennis auch Boxen (Wittener BS 23), Turnen (TuRa) und Judo (Sportjugend EN) im Angebot. Zum Abschluss durchliefen die Grundschüler im Stadion noch einmal alle Stationen und waren mit großem Eifer dabei.