Grippewelle quält auch den ETSV

Den „Turbo“ immer an Bord: Linksaußen Julia Lewe ist eine der schnellsten Spielerinnen beim ETSV.
Den „Turbo“ immer an Bord: Linksaußen Julia Lewe ist eine der schnellsten Spielerinnen beim ETSV.
Foto: WAZ/FotoPool
Mit dem VfL Brambauer hat der ETSV Witten eines des Top-Teams am Sonntag zu Gast. Doch im Hinspiel gab’s immerhin ein 26:26.

Witten..  Sechs Spieltage vor dem Saisonende in der Verbandsliga können sich die Handballerinnen des ETSV Witten noch immer nicht endgültig in Sicherheit wiegen. Auf Rang acht liegen die „Eisenbahnerinnen“ derzeit - die Abstiegszone ist nur fünf Zähler entfernt. Am Sonntag (16 Uhr, Kreissporthalle) könnte der ETSV mit einer Überraschung gegen den VfL Brambauer für erheblich ruhigere Abende daheim sorgen.

Wobei Trainer Stephan Hellwig gleich zu bedenken gibt: „Das sind nicht die Punkte, die wir vorab eingeplant haben“, ist der Respekt vor dem Tabellendritten groß. Doch andererseits hat Hellwig gerade eine Woche lang Kraft und neue Motivation getankt in den Südtiroler Alpen. „Verschenken werden wir natürlich auch gegen Brambauer nichts. Immerhin spielen wir zu Hause“, so der passionierte Skifahrer. Und das gute Auftreten seiner Schützlinge im Hinspiel, wo dem ETSV ein achtbares 26:26 gelang, sollte Selbstvertrauen geben.

Wenn da nur nicht die Schieflage in Sachen Personal wäre. „Derzeit sieht es wohl ziemlich mau aus“, meinte Hellwig auf dem Rückweg aus seinem Kurzurlaub. Stetig stand er mit Thomas Binnberg in telefonischem Kontakt - der Coach der zweiten Mannschaft übernahm unter der Woche das gemeinsame Training und berichtete dem Verbandsliga-Übungsleiter von der um sich greifenden Grippewelle. „Einige hat es ganz schön erwischt - da kann man nichts machen“, so Hellwig betrübt. Definitiv nicht dabei sein werden Torfrau Daniela Schabacker, in dieser Saison mehrfach Garantin für Punktgewinne des ETSV, und Linkshänderin Eva Schmidtmann. Darüber hinaus stehen die Einsätze von Maike Behler, Janika Achtsnichts und Jennifer Schabacker auf der Kippe. „Ich hoffe einfach, dass sich da bis zum Sonntag noch etwas tut“, erklärte Stephan Hellwig.

Denn dem VfL Brambauer würde er schon gerne mit einer starken Formation begegnen. „Unsere erste Sechs kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, setzt der Coach auf seine Rückraumspielerinnen Andrea Rüwald, Sophie Hugger und Bianca Richter. Auch Linksaußen Julia Lewe ist immer für ein paar Törchen gut. „Ihre Entwicklung beeindruckt mich sehr - ich bin regelrecht begeistert. Aus unserer Abwehr ist sie gar nicht mehr wegzudenken, sie ist sehr bissig und schmeißt sich quasi nach jedem Ball“, so Hellwigs Lob. Zudem gehört Lewe - ähnlich wie Achtsnichts - zu den schnellsten Spielerinnen des ETSV. Eine solche Flügelzange hat auch in der Verbandsliga nicht jedes Team.

„Wir müssen gegen Brambauer versuchen, die einfachen Gegentore zu vermeiden und zudem das Zusammenspiel zwischen linkem Rückraum und Kreisläuferin im Auge haben. Da ist der VfL nur schwer zu stoppen“, so Hellwig. Wenn es wieder eine Punkteteilung wie beim ersten Duell gäbe - er hätte vermutlich nichts dagegen.

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