Glückliches 1:0 für zehn Hevener

Die „Ampelkarte“ sah Hevens Besim Kasumi (blaues Trikot) nach rund einer halben Stunde.
Die „Ampelkarte“ sah Hevens Besim Kasumi (blaues Trikot) nach rund einer halben Stunde.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Im Testspiel gegen den SV Bommern lief für den TuS Heven trotz des 1:0-Sieges noch nicht viel zusammen. Doch rund eine Stunde lag spielte der Gastgeber zu zehnt.

Heven.. TuS Heven 09 -
SV Bommern 05 1:0 (1:0)

TuS: Wirges (46. Kessler); Thume, Krickhahn, Günzel (46. Golm), Cetinkaya, Kasumi, Basalan (46. Kiral), Mustic, Abou-Saleh, Ayar (78. Peci), Kayabasi (46. Knapp).

SVB: Bank; Karczewski (68. Jakobs), Berghaus, Brommer (46. Bech), Herbrechter, Janek (46. Kasumi), Schumacher, Müller, Bräuer, Kraus, Schröder (64. Neemann).
Tor: 1:0 Ayar (43.).

„Man hat gesehen, dass noch viel zu tun ist“, meinte Mark Heinrich, neuer Trainer beim Westfalenligisten TuS Heven 09, nach dem schmeichelhaften 1:0 (1:0)-Testspielerfolg über den Ortsnachbarn SV Bommern 05. Die Gäste spielten rund eine Stunde lang in Überzahl, machten aber nichts aus diesem Vorteil.

Für Hevens Kapitän Besim Kasumi war es irgendwie ein gebrauchter Abend. Nach lediglich 35 Minuten musste er schon wieder vom Feld - auf Anordnung des Unparteiischen. Dem nämlich missfielen ein paar „kritische Äußerungen“ des TuS-Spielführers, der dafür die Ampelkarte sah. Somit kam es auch nicht zum direkten Aufeinandertreffen mit seinem Bruder Fitim, der auf Seiten der Bommeraner in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde.

Die ersten Minuten gehörten den Hevenern, die erst seit gut einer Woche wieder im Training sind. Mark Heinrich hatte mit Demir Mustic im defensiven Mittelfeld und Ismail Ayar auf der rechten Außenbahn lediglich zwei Neue in der Start-Elf - später kamen dann auch die Rückkehrer Maik Knapp und Volkan Kiral noch zu ihren Einsätzen. Mehr als zwei, drei Halbchancen ließen die defensiv gut sortierten Bommeraner, die schon seit Mitte Januar wieder im Training und somit gut im Saft stehen, nicht zu. Der Hevener Offensive fehlte es nach wie vor an Durchschlagskraft - vor allem Tuna Kayabasi konnte sich überhaupt nicht in Szene setzen.

Dass der TuS trotz Unterzahl dennoch in Führung ging, war das Resultat eines Traumpasses von Demir Mustic auf Ismail Ayar, der - leicht abseitsverdächtig - auf und davon zog und SVB-Keeper Daniel Bank locker überwand (43.). Im zweiten Spielabschnitt bauten die dezimierten Hevener kräftemäßig deutlich ab, die Salkanovic-Elf übernahm mehr und mehr das Kommando. Doch weder Benjamin Schröder (56., haarscharf vorbei) noch Patrick Bräuer (62., Schuss von Timo Kessler an die Latte gelenkt) brachten den Ball im Hevener Kasten unter. „Aus diesen Chancen hätten wir einfach mehr machen müssen“, monierte Semin Salkanovic, der ansonsten sehr zufrieden mit seinen Bommeranern war. Mark Heinrich baut derweil auf die baldigen Einsätze von David Nyenhuis, Özgür Cetinbag und Kadir Yilmaz, die dem TuS am Mittwoch noch fehlten.