Glücklich über Rang vier

Beim ersten Regionalliga-Turnier der neuen Saison gab’s für Sarah Korzak und den Ruhrtanzclub Witten einen durchaus ansprechenden vierten Platz.
Beim ersten Regionalliga-Turnier der neuen Saison gab’s für Sarah Korzak und den Ruhrtanzclub Witten einen durchaus ansprechenden vierten Platz.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Trotz der geringen Vorbereitungszeit glückte dem Lateinteam des Ruhrtanzclubs ein prima Start in die Saison - Platz vier lässt noch viel Luft nach oben.

Bochum..  Die Zeit der Ungewissheit ist für die Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten vorbei. In der Bochumer Rundsporthalle wich nach dem ersten Regionalliga-Turnier die Skepsis, ob man trotz der waghalsigen Kürze der Vorbereitungszeit noch ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine gestellt habe, einer gehörigen Portion Selbstbestätigung und einer kleinen Prise Angriffslust. Denn mit dem vierten Platz untermauerte das RTC-Ensemble, dass es ganz vorne mitmischen kann.

„Genau das, was ich vorher gesagt habe - ein guter Mittelplatz“, meinte Trainerin Marion Kegenhoff, die selbst nur zu gerne mitgetanzt hätte, aufgrund der Nachwirkungen eines Bänderrisses im Sprunggelenk diesmal noch pausierte. „Ich hoffe, dass ich dann in drei Wochen beim Turnier in Bocholt dabei sein kann“, so Kegenhoff. Gemeinsam mit ihrem Trainerkollegen, dem RTC-Vorsitzenden Peter Hartmann, hatte sie ein durchaus wechselhaftes Turnier ihrer Mannschaft erlebt. „Die Vorrunde war noch nicht wirklich okay - das können wir wesentlich besser. Im Finale haben wir dann eine Schüppe draufgelegt“, erklärte die Trainerin und ehemalige Bundesliga-Tänzerin zufrieden.

Peter Hartmann pflichtete ihr bei: „Die Schwierigkeiten haben in der ersten Runde noch gar nicht gesessen.“ Ausgerechnet das, was in den letzten Trainingseinheiten so vorzüglich geklappt hatte. Die technisch anspruchsvollsten Parts der sechsminütigen Choreographie zum bewährten Musik-Thema „Furacao“ (Portugiesisch für „Sturm“) hatten dem A-Team des RTC, das als dritte Formation auf die Fläche musste, Probleme bereitet. „Ich hätte ja eher mit konditionellen Problemen gerechnet - aber das war rein gar nicht der Fall“, so Hartmann. Zwei, drei wirklich augenfällige Patzer in der Choreographie mussten in der 40-minütigen Pause zwischen den beiden Runden besprochen werden. „Und da sind wir schon recht deutlich geworden“, erklärte der RTC-Chef, der in seinem Team eine „gewisse Verunsicherung“ ob der verbockten Programmpunkte sah. „Außerdem war da noch viel zu wenig Schwung drin.“

Was sich dann im zweiten Durchgang deutlich ändern sollte. Immerhin: Zumindest hatte es für die Qualifikation zum Finale der besten sieben Mannschaften gereicht. Ganz hinten balgten sich andere: Die FG Velbert/Krefeld (8.), der TSC Borken (9.) und der TSC Aachen (10.) machten die letzten Plätze unter sich aus, haben jetzt schon schlechte Karten im Abstiegskampf.

Kleines Manko für die Wittener Lateinformation: In der Endrunde musste man gleich zu Beginn aufs Parkett. Doch das beeindruckte die im Schnitt sehr erfahrene RTC-Truppe nicht wirklich. Jetzt war wirklich Schwung drin, die Schwierigkeiten (u. a. Pirouetten, Round-abouts) saßen jetzt beinahe ohne Makel, verliehen den acht Paaren merklich mehr Sicherheit.

Die fünf Wertungsrichter verteilten dafür weitestgehend angemessene Noten (4-5-4-3-4) - Rang vier im Endklassement hinter Ausrichter und Turniersieger Ruhr-Casino des VfL Bochum (B), TSA des TSV Bocholt und dem 1. TSC Emsdetten. „Da ist noch reichlich Luft nach oben“, meinte Peter Hartmann nach der Siegerehrung. „Wenn es noch eine dritte Runde gegeben hätte, vielleicht wäre dann sogar noch mehr herausgesprungen.“ Die Angriffslust der Wittener Lateiner ist geweckt - schon beim zweiten Turnier in Bocholt (28. Februar) wird der Ruhrtanzclub versuchen, zumindest Rang drei zu attackieren. Möglich ist das gewiss, „denn wir hatten nun mal nicht so viel Vorbereitungszeit wie die anderen. Für heute ist das okay“, so Kegenhoff.