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Judo - SU Annen

Generationswechsel am Kälberweg

17.04.2013 | 18:08 Uhr
Generationswechsel am Kälberweg
Unterstützt von Co-Trainerin Hannah Schorlemmer wird Daniel Möller (M.) die Judo-Damen der SU Annen coachen. Er beerbt damit Karlheinz Stump, der sehr erfolgreich für die SU Annen arbeitete.Foto: Oliver Schinkewitz

Witten. Generationswechsel bei den Judo-Damen der Sport-Union Annen: Neuer Trainer des Bundesligisten ist Daniel Möller, der das Amt von Karlheinz Stump übernimmt. Binnen weniger Jahre hatte der bisherige Damen-Coach die Judo-Frauen vom Kälberweg von der Landesliga bis in die Bundesliga geführt, verpasste in der letzten Saison nur hauchdünn die Endrunden-Qualifikation.

„Eigentlich wollte ich ja schon öfter mal aufhören - aber ich wollte die Mannschaft nicht im Stich lassen“, erklärt der Lehrer, der trotz seines Rücktritts dem Judo-Sport ja nicht verloren geht. „An 30 Wochenenden im Jahr bin ich da im Einsatz“, so Stump - entweder als Kampfrichter oder als Trainer eines Kamener Männer-Teams. Das Thema „Judo-Rentner“ stellt sich demnach für Karlheinz Stump nicht. Und natürlich wird er genau verfolgen, wie es bei den SUA-Amazonen weitergeht unter der Ägide von Daniel Möller. Einen kleinen väterlichen Rat hat er für seinen Nachfolger parat: „Ab und an zickt da schon mal jemand ‘rum - Männer sind einfacher zu coachen“, so der routinierte Trainer.

Davon schrecken lässt sich Daniel Möller nicht. Er hat selbst trotz seiner noch jungen Jahre schon einige Trainer-Erfahrung (von der U11- bis zur U 17-Jugend), war für die Arnsberger Bezirksauswahl zuständig. Und jetzt die Damen der SU Annen? „Hannah hat mich da positiv beeinflusst“, sagt Möller mit einem Augenzwinkern. Seine Freundin Hannah Schorlemmer (Trainerin der Annener Regionalliga-Damen und selbst aktive Bundesliga-Judoka) wird sein „Co“ - und natürlich kennt er den Club und das Umfeld aus dem Eff-eff. „Wir wollten da auch niemand Externen - es ist schon von Vorteil, wenn man gewisse Dinge bereits einzuschätzen weiß“, sagt Stump.

Aufgrund seines Kreuzbandrisses im rechten Knie ist Daniel Möllers Bundesliga-Laufbahn beim JC 66 Bottrop derzeit eh’ auf Eis gelegt - da bot sich der Trainerposten am Kälberweg quasi an. Mit den Bottropern ist das Thema längst besprochen - „da gibt’s keinerlei Bedenken“, so der angehende Sport- und Biologie-Lehrer. „Als dann die erste konkrete Anfrage aus Annen kam, ging das ziemlich fix. Ich musste da nicht lange überlegen“, so der Holzwickeder, der seit seinem vierten Lebensjahr selbst Judoka ist und nun seiner neuen Aufgabe entgegenfiebert.

Möglichst transparent will er seinen Trainerjob gestalten, vor den Kampftagen reichlich Gespräche mit den Judo-Ladys führen. „Jeder soll früh erfahren, ob er kämpft oder nicht“, sagt Möller. Fatma van Winssen, wie Schorlemmer von Beginn an dabei, ist zuversichtlich: „Wir haben da eine gute Wahl getroffen. Ich war nur erschrocken, dass es nun schon zwölf Jahre sind“, blickt auch van Winssen auf eine bewegte und erfolgreiche Laufbahn der SUA-Damen zurück.

Oliver Schinkewitz

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Witten