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Gelebter Optimismus Fernziel Peking

09.05.2008 | 23:28 Uhr

Kathrin Müller vom "asics Team" Witten geht mit großen Hoffnungen ins heutige EM-Rennen in Portugal.Gleich neun Starter des Bundesligisten versuchen in Lissabon ihr Glück. Zwei Olympia-Tickets sind "frei"

TRIATHLON EUROPAMEISTERSCHAFTLissabon (POR). Es geht um die kontinentale Meisterschaft der Triathleten - und da dürfen die Asse vom "asics Team" Witten am heutigen Samstag in Portugals Hauptstadt Lissabon nicht fehlen. Nicht weniger als neun Starter des Bundesliga-Doppelsiegers von 2007 versuchen ihr Glück.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ist noch ein Startplatz für Peking 2008 von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) zu vergeben. Und darauf hoffen natürlich auch Maik Petzold, Christian Prochnow und Sebastian Rank. Das Wittener Trio rechnet sich angesichts der guten Form gute Chancen aus. "Ich bin gut durch den Winter gekommen, hatte überhaupt keine Probleme", berichtet Sebastian Rank (21), der eine gute Vorbereitung absolvierte. "Ich denke, ich kann unter die besten 15 kommen - das wäre die Qualifikation für den Madrid-Weltcup", so der Thüringer. "Aber die anderen Jungs sind auch gut drauf - das wird ein enges Rennen." Favorit ist für ihn sein spanischer Clubkollege und Titelverteidiger Javier Gomez. "Der wird es allen anderen zeigen wollen."

Aus dem "asics Team" sind ferner auch Ivan Rana (Spanien), der Franzose Samuel Pierreclaude und der talentierte Brite Alistair Brownlee dabei, wenn es in Lissabon heute um 16 Uhr um die Medaillenvergabe geht.

Bei den Damen (Start um 10.30 Uhr Ortszeit) ist vielleicht sogar Edelmetall für eine Wittener Bundesliga-Starterin drin, denn die Schwedin Lisa Norden hat bei ihren beiden Weltcup-Rennen gezeigt, dass sie die internationale Elite durchaus aufmischen kann. Auch Kathrin Müller traut der Skandinavierin einiges zu. "Lisa kann das Podium schaffen - aber Gold wird wohl an Vanessa Fernandes vergeben sein. Die lässt sich das vor eigenem Publikum nicht nehmen." Ihre eigenen Chancen sieht die 24-Jährige nicht so übel: "Mein Ziel war die EM-Teilnahme - das habe ich geschafft. Jetzt will ich unter die Top 15 und mich für Madrid qualifizieren." Dabei muss Müller u. a. gegen ihre DTU-Rivalinnen Joelle Franzmann, Christiane Pilz und Rebecca Robisch bestehen. "Für die meisten geht's um alles oder nichts." Geschwommen wird in einem 17 Grad "warmen" See - also mit Neoprenanzug. "Der Weg danach zur Wechselzone ist ganz schön weit - und die Radstrecke ist enorm schwer, sehr profiliert. Aber ich fühle mich gut - ich weiß nicht, was da schiefgehen sollte." So sieht gelebter Optimismus aus.Die EM in Portugal gilt als erster Qualifizierungswettkampf für die zwei vakanten Olympia-Plätze (je ein Platz Frauen/Männer). Die Qualifizierungsvorgabe für den Weltcup am 25. Mai in Madrid (Spanien) lautet: Ein Platz unter den ersten 15 Athleten in der portugiesischen Hauptstadt. Die Schnellsten DTU-Starter fahren nach Peking.

Von Oliver Schinkewitz

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