Gelb-Rote Karte ist Annens Weckruf

Traf zum 1:2-Anschluss gegen SW Eppendorf: VfB Annens Kapitän Denis Vogel (li.).
Traf zum 1:2-Anschluss gegen SW Eppendorf: VfB Annens Kapitän Denis Vogel (li.).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
VfB holt gegen SW Eppendorf einen Drei-Tore-Rückstand auf und spielt am Ende noch 4:4-Unentschieden.

Witten.. VfB Annen 19 -
SW Eppendorf 4:4 (1:3)

VfB: J. Böth; Weißberg (82. Marzinkowski), Maras, Hodzic (82. Salmen), Vogel, M. Böth, Korinth, Mudric, Cakovic, Pogledic, Ackermann.
Schiedsrichter: Dennis Joseph (Dortmund).
Zuschauer: 80.
Torfolge: 0:1 Kaminsky (9.), 0:2 Ramnabaja (12.), 1:2 Vogel (14.), 1:3 Wasielewski (27.), 1:4 Kaminsky (49.), 2:4, 3:4 Mudric (67., 80.), 4:4 Ackermann (84.).

Im spannenden Bezirksliga-Abstiegskampf bot der VfB Annen am Sonntag ein torreiches Spektakel. Die Mannschaft um Trainer Thomas Gerner holte gegen SW Eppendorf einen Drei-Tore-Rückstand auf und spielte am Ende 4:4-unentschieden. Wirklich zufrieden war in Annen aber trotzdem niemand.

Klar sei die Aufholjagd immens wichtig für die Teammoral gewesen, so Gerner. Aber letztlich kam diese schlichtweg zu spät, um für die wirklich große Sensation - und damit für eine bessere Position im Tabellenkeller - zu sorgen. Der kommende Derbygegner Stockum verlor, aber mit Polizei SV Bochum zog der Liga-13. davon.

Um gar nicht erst in Rückstand zu geraten, hätte Annen besser in die Zweikämpfe gehen müssen. Beim Freistoß zum 0:1 hatte man den einlaufenden Daniel Kaminsky überhaupt nicht auf der Rechnung. Und nach Yee Ramnabajas Drehschuss zum Eppendorfer 2:0 schien für den VfB schon nach elf Minuten die Messe gelesen.

Annen kam durch einen eher glücklichen Heber von Denis Vogel prompt zum 1:2 und war zweifelsfrei das tonangebende Team. Aber während vorne klare Aktionen fehlten, schlug „Schwarz-Weiß“ nach einem Eckball wieder einmal eiskalt zu: Artur Wasielewski kam dabei frei zum Kopfball (27.).

Der zweite Abschnitt begann gleich mit dem zweiten Tor von Gäste-Stürmer Kaminsky, das die VfB-Abwehr ungewollt einleitete. Als Fabian Korinth dann in der 57. Minute vom doch etwas überforderten Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde, und Thomas Gerner außerdem hinter die Bande musste, sah es aus VfB-Sicht ganz düster aus. Aber Annen war noch nicht besiegt.

Mit Remo Ackermann auf der „Zehn“ und einer aufgelösten Viererkette machten die Wittener mächtig Druck und wurden für ihr Engagement belohnt. Daniel Mudric setzte stark nach, traf zum 2:4 (67.). Und zehn Minuten vor Schluss stand er am zweiten Pfosten erneut goldrichtig. Der VfB war nun euphorisiert, schnupperte nach Remo Ackermanns Schuss ins untere Eck (84.) am großen Coup. Aber dafür hätte die Partie wohl noch etwas länger dauern müssen.