Galaball des RTC Witten ein voller Erfolg

Groß ist die Vorfreude auf die kommende Regionalligasaison bei der neu zusammen gestellten Lateinformation des Ruhrtanzclubs.
Groß ist die Vorfreude auf die kommende Regionalligasaison bei der neu zusammen gestellten Lateinformation des Ruhrtanzclubs.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Lateinformation zeigt vor der bald beginnenden Saison in der Regionalliga ihr überarbeitetes Programm im Saalbau. Ehemaligen-Formation begeistert zum Abschluss.

Witten..  Die Ballsaison ist eröffnet: Wieder einmal lud der Ruhrtanzclub Witten in den Saalbau - und die hervorragende Resonanz bestätigte den Vorsitzenden Peter Hartmann in seiner Entscheidung für diese Örtlichkeit. Den gut 250 Ballgästen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten - und natürlich gab’s auch wieder reichlich Gelegenheit dazu, selbst die Tanzfläche des Ballsaales zu flotter Musik unsicher zu machen.

Gespannt warteten die Gäste in erster Linie auf die neu zusammengestellte Lateinformation des Ruhrtanzclubs. Am 8. Februar beginnt für die Schützlinge des Trainergespanns Marion Kegenhoff/Peter Hartmann die neue Saison in der Regionalliga - quasi gleich „nebenan“ in der Bochumer Rundsporthalle wollen die Wittener, die im Vorjahr Vizemeister der dritten Liga geworden waren, einen ordentlichen Einstieg hinbekommen.

Henke sorgt für Erfahrung

„Dafür, dass wir erst relativ spät mit dem Training beginnen konnten, sind wir schon ganz gut dabei“, erklärte Marion Kegenhoff, die sich aufgrund eines personellen Engpasses im Herbst wieder selbst als aktive Tänzerin zur Verfügung gestellt hatte. Ebenso wie Jan-Marc Henke, der eigentlich als neuer Trainer eingeplant war, dem Team mit seiner jahrelangen Bundesliga-Erfahrung jedoch auf dem Parkett sehr gut tun dürfte. „Wir hatten lange Bedenken, ob wir eine schlagkräftige Formation auf die Beine stellen können, da wir viele Tänzer verloren haben. Doch inzwischen haben wir insgesamt sechs Leute dabei, die schon Bundesliga-Luft geschnuppert haben“, ist Kegenhoff zu Recht ein wenig stolz, dass ihre Bemühungen am Ende doch gefruchtet haben.

Das A-Lateinteam des RTC präsentierte dem Ballpublikum am Samstagabend in neuer Besetzung die überarbeitete Choreographie zum Musik-Thema „Furacao“ - am 21. März übrigens wird das beliebte Heimturnier der Wittener in der Fritz-Husemann-Sporthalle über die Bühne gehen. Tags darauf wird das wieder neu ins Leben gerufene RTC-Landesliga-Ensemble (trainiert von Daniel Hartmann und Sabine Held) an gleicher Stelle seine Premiere feiern.

Schwungvolle Eröffnung

Den Showteil des Galaballes eröffneten drei hochkarätige Rock’n’Roll-Paare aus Dortmund, Bergisch-Gladbach und Gießen. Letzteres steht aktuell als Amateur-Duo auf dem neunten Platz der Weltrangliste und hat sich für die nahe Zukunft vorgenommen, sich international weiter nach vorne zu arbeiten. Mal ganz anderer Tanzsport als Standard und Latein, was sonst in Witten geboten wird - doch nicht minder spektakulär, wie die nicht ganz ungefährlich Hebefiguren und Würfe auf dem Saalbau-Parkett unterstrichen.

Weltmeisterlich wurde es zu vorgerückter Stunde, als das Heiligenhauser Ehepaar Meik und Bianca Sauer sein Können in den lateinamerikanischen Tänzen zeigte. Das Duo hatte im Jahr 2014 nicht nur die Deutsche Meisterschaft der Senioren-I-Kategorie (über 35 Jahre) in Bonn für sich entschieden, sondern feierte dann auch in Paris mit dem Gewinn des WM-Titels seinen bislang größten Erfolg. Gemeinsam mit dem jungen Kölner Standard-Paar Tobias Soencksen und Angi Solymosi zeigten Meik und Bianca Sauer dem Publikum, wie weit man es im Tanzsport bringen kann, wenn man unzählige Trainingsstunden im Jahr darauf verwendet, sich immer weiter zu verbessern.

Hartmann selbst auf dem Parkett

Zu guter Letzt durfte auch ein Auftritt der Ehemaligen-Formation des Ruhrtanzclubs „Remember“) nicht fehlen. Da stand dann auch Peter Hartmann selbst auf dem Parkett. Wie seine Mitstreiter in ein pfiffiges Piratenkostüm gehüllt, ließ er gekonnt die Hüften kreisen und posierte mit dem Säbel so gekonnt, dass er den Protagonisten aus dem Kino-Hit „Fluch der Karibik“ beinahe in nichts nachstand