FSV Witten wahrt Minimalchance

Bochum.. FSV Witten -
RW Leithe II 4:0 (3:0)

FSV: Kluczny; Domke, Schneider (60. Hofstadt), Schumann, Paul (22. Branscheidt), Junge, Brandenburg, Alomerovic (80. Singer), Preiß, Nikolaidis, Bicer.
Torfolge: 1:0 Schneider (24.), 2:0 Preiß (26.), 3:0 Schumann (44.), 4:0 Bicer (90.+1).

Der FSV Witten wird sich trotz der ersten Relegationspunkte wohl auf den bitteren Abstieg in die Kreisliga C vorbereiten müssen. In Langendreer feierte die Elf von Trainer Frank Colapietro zwar einen verdienten 4:0 (3:0)-Erfolg über RW Leithe II. Doch parallel gewann auch der bislang noch ungeschlagene Konkurrent SV Waldesrand Linden (siehe Infokasten).

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass eben nur eine Mannschaft in der Liga bleiben darf. Mit dem Sieg von Linden dürfte es das für uns jetzt ja fast schon gewesen sein“, gestand Coach Colapietro. Beim FSV haderte man weiter mit der unglücklichen 0:1-Pleite im ersten Relegationsspiel. „Aber auch die Mannschaft weiß, dass wir es letztlich in der Saison vergeigt haben. Da fehlten uns einfach wichtige Punkte.“

Dennoch bleibt den Wittenern dank der vier Tore gegen Leithe zumindest noch eine Minimalchance. Weil am Sonntag unter anderem Cengiz Aydogan und die Uzunkaya-Brüder fehlten, gab’s Unterstützung aus der „Zweiten“. Und die machte sich allen voran mit Heiko Domke in der Abwehr und Christian Preiß im Sturm bemerkbar. Der FSV musste lediglich zu Beginn der Partie bei zwei Standardsituationen zittern. Nach knapp 15 Minuten hatte die Colapietro-Elf allerdings deutliche Vorteile. Tom Schneider brachte sein Team in Führung (24.) und Routinier Christian Preiß legte kurz darauf per Elfmeter-Nachschuss das 2:0 nach. Vor dem Pausenpfiff sorgte Kris Schumann mit Treffer Nummer drei dann schon für die Entscheidung. Denn auch im zweiten Abschnitt lief bei Leithe nicht wirklich viel zusammen, während der FSV noch einige gute Konterchancen ausließ. Eine dieser nutzte man am Ende doch noch, Yunus Bicer gelang da das 4:0 (90.+1).

In der aktuellen Situation plane man selbstverständlich auch für die Kreisliga C, so Colapietro. Sprich, es soll theoretisch mit möglichst vielen Spielern aus dem aktuellen Kader auch in der untersten Liga weitergehen. Fünf FSV-Kicker hat sich unterdessen bereits der Türkische SV gesichert. Ismail Deniz wird den Verein genau wie die Pechlivanis- und die Uzunkaya-Brüder verlassen. Auf der anderen Seite sei man guter Dinge, Topscorer Cengiz Aydogan zu halten. Außerdem rechnet Colapietro für die nächste Saison mit sechs Neuzugängen, darunter auch drei A-Jugendspieler. „Es wäre sicher schön, häufiger noch erfahrene Spieler in der Mannschaft zu haben. Heute hat uns das natürlich enorm geholfen“, hofft Colapietro zudem auf die eine oder andere permanente Unterstützung aus der Reserve.

Aber zunächst steht die letzte Aufgabe in der Relegation an. „Wir werden dort noch einmal alles geben. Erst danach wird ein Strich gezogen und geschaut, was am Ende ‘rauskommt“, so der FSV-Coach.