Favoritenrolle liegt beim TuS Bommern

Das Hinspiel gewann der TuS Bommern (in grün) klar mit 25:16 gegen die ETSV-Reserve.
Das Hinspiel gewann der TuS Bommern (in grün) klar mit 25:16 gegen die ETSV-Reserve.
Foto: WAZ

Witten..  Es geht wieder um Punkte in der Damen-Landesliga - und am Sonntag (17.30 Uhr, SuFz Bommern) kommt es gleich zum Lokalderby zwischen dem TuS Bommern und dem ETSV Witten II. Keine Frage, dass die Gastgeberinnen als Favorit in die Partie gehen.

„Wir werden versuchen, so lange wie möglich unseren dritten Platz zu halten“, sagt Bommerns Trainer Dirk Hille vor dem Punktspiel-Auftakt 2015. An den ersten innerstädtischen Vergleich denkt man beim TuS natürlich gerne zurück, denn seinerzeit setzte sich Bommern mit 25:16 überdeutlich durch - erstmals nach vielen Jahren der ETSV-Dominanz schlug das Pendel dabei in die andere Richtung aus, der personelle Aderlass vor der Saison war bei den „Eisenbahnerinnen“ einfach zu groß. Insofern übt sich Trainer Thomas Binnberg vor dem Rückspiel auch in Bescheidenheit: „Der TuS Bommern hat eine hervorragende Hinrunde gespielt, steht völlig zu Recht da oben. Für uns geht es einzig und allein um den Klassenerhalt“, so Binnberg. Gleichwohl will sich sein Team diesmal besser aus der Affäre ziehen gegen den Stadt-Rivalen.

„Wir kommen normalerweise nicht für einen Sieg gegen die ersten drei Teams der Liga in Frage“, erklärt Thomas Binnberg. Auch für sein Team sei es schwierig, zu Beginn des Jahres wieder in den Rhythmus zu kommen. Zur Vorbereitung hat die ETSV-Reserve an einem kleinen Turnier in Hamm teilgenommen, zudem wurden zwei Testspiele gegen die HSG Vest Recklinghausen absolviert, die beide verloren wurden. Personell gibt’s kaum Sorgen bei den Gästen - allein Leonie Muhr liegt flach und wird ausfallen.

Der TuS Bommern hat am 6. Januar wieder mit dem Training begonnen. „Vorher brauchte die Mannschaft mal Zeit, sich zu erholen“, so Coach Dirk Hille. Einige kleinere Wehwehchen konnten so auskuriert werden - im Derby kann der Trainer somit aus dem Vollen schöpfen. Hille warnt jedoch davor, die Partie zu leicht zu nehmen: „Der ETSV hatte sich in den letzten Punktspielen gefangen, das wird sicher kein einfaches Spiel.“ Als Liga-Dritter hinter dem RSVE Siegen und Gevelsberg-Silschede fühle man sich indes pudelwohl. „Es tut gut, derzeit auf die Tabelle zu gucken“, sagt Hille.