Favoriten ziehen ins Halbfinale ein

Hevens Volkan Kiral (am Ball) musste sich mit den Seinen gegen den SV Herbede um Benjamin Homann (re.) und Gavin Hope geschlagen geben.
Hevens Volkan Kiral (am Ball) musste sich mit den Seinen gegen den SV Herbede um Benjamin Homann (re.) und Gavin Hope geschlagen geben.
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Was wir bereits wissen
Landesligist TuS Heven und Ausrichter SV Herbede verweisen A-Ligist TuS Stockum auf Rang drei. Reinert-Elf zieht sich dennoch sehr achtbar aus der Affäre.

Herbede..  Ganz schön knapp ging es in der Gruppe B beim Stadtwerke-Industriecup am Stausee zu. Ausrichter SV Herbede sicherte sich mit vier Punkten letztlich den Gruppensieg und zog zusammen mit Landesligist TuS Heven (drei Punkte) in die Runde der letzten Vier ein. Der TuS Stockum schlug sich ebenfalls sehr ordentlich - auch wenn letztlich nur ein Zähler auf dem Konto der Reinert-Elf stand.

In der ersten Partie standen sich der SV Herbede und der TuS Heven gegenüber. Die Hausherren erwischten den besseren Start und dominierten die Anfangsminuten. So ging man bereits früh durch Bastian Kleine in Führung - zu diesem Zeitpunkt absolut verdient. Heven kam zwar in der Folge immer besser in die Partie. Bis zur Halbzeit hatte das 1:0 jedoch Bestand. „Der Anfang konnte sich ganz gut sehen lassen“, so SVH-Vorsitzender Marcus Hahn. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Heven dann aber für seine Leistungssteigerung. David Ankrah sorgte für den Ausgleich für die Elf von Trainer Jürgen Litzmanski. Als sich schon fast alle mit einem Unentschieden abgefunden hatten, legte der SVH noch einmal nach. Daniel Hain und Marvin Pänkert waren in der Schlussphase noch einmal zur Stelle und besorgten den 3:1-Enstand.

In der zweiten Begegnung wartete der TuS Stockum auf die Herbeder. In der Anfangsphase lief bei beiden Teams nicht wirklich viel zusammen. Stockum stand kompakt und versuchte es immer wieder mit schnellen Vorstößen. Herbede gelang es nicht, strukturiert nach vorne zu spielen. Erst nach der ersten Trinkpause nach 25 Minuten bekamen auch die Zuschauer etwas geboten. Maic Goralski brachte den TuS in der 26. Minute mit einem Fernschuss mit 1:0 in Führung. Die erste gelungene Kombination des SVH führte dann direkt zum Ausgleich. Nach einem schönen Spielzug stand Kleine goldrichtig und drückte den Ball über die Linie (34.). Erstmals machten die Gastgeber jetzt richtig Druck und drängten auf die Führung. Das 2:1 durch Benjamin Homann fünf Minuten später war so nur folgerichtig. Doch im direkten Gegenzug stellte Stockum wieder den Ausgleich her. Tolga Ismail verwertete einen Abpraller zum 2:2-Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit flachte das Spiel dann erneut merklich ab. Die Elf von TuS-Coach Dirk Reinert stand hinten meist sicher, ließ aber selbst vor dem gegnerischen Tor die nötige Ruhe vermissen. Die besten Chancen für Herbede hatten der eingewechselte Sasha Sareyko und Marvin Pänkert. Doch auch mit dem 2:2 buchte man vorzeitig das Halbfinale. „Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Ich bin erstaunt, dass meine Mannschaft jetzt schon so gut mithält“, bilanzierte Reinert zufrieden.

Im dritten Gruppenspiel trafen die Seinen auf den TuS Heven. Doch die Stockumer starteten mutig und gingen durch Tolga Ismail (4.) früh in Führung. In der Folge hatten die Kicker vom Haldenweg zwar mehr Ballbesitz, doch die Reinert-Elf die gefährlicheren Aktionen. So war das 1:1 durch Marco Polk (38.) für die Hevener durchaus ein wenig schmeichelhaft. Nach der Pause spielte der Landesligist zunächst forscher nach vorne, blieb allerdings ohne Torerfolg. Erst nachdem Stockums Dominik Diemling von Krämpfen geplagt den Platz verlassen und die Rot-Weißen daher in Unterzahl agieren mussten, machte Heven durch Gabriel Bernstein (81.) und Kadir Yilmaz (82.) den Sieg klar. „Die Prämisse lautete, sich erst einmal kennenzulernen“, sagte Hevens Coach Jürgen Litzmanski.