ETSV Witten ist gewarnt

Bislang spielt ETSV-Linksaußen Julia Lewe (li.) eine richtig starke Saison.
Bislang spielt ETSV-Linksaußen Julia Lewe (li.) eine richtig starke Saison.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Handballerinnen des ETSV Witten haben am Sonntag die SG Handball Hamm zu Gast, bei der sie in der Hinrunde förmlich zerlegt wurden.

Witten..  Es gibt Spiele, an die erinnert man sich als Trainer nicht besonders gerne. Die Partie des ETSV Witten zu Beginn der Verbandsliga-Saison bei der SG Handball Hamm gehört eindeutig dazu. „Damals haben wir überhaupt keine Chance gehabt“, denkt Wittens Coach Stephan Hellwig mit Grausen an die 24:39-Klatsche zurück. Doch nun werden die Karten neu gemischt, und die „Eisenbahnerinnen“ wollen sich im Heimspiel am Sonntag (16 Uhr, Kreissporthalle) wesentlich besser aus der Affäre ziehen gegen das Spitzenteam.

Denn dass die Hammerinnen da oben hingehören - aktuell belegen sie den vierten Platz (15:9-Punkte) -, das ist auch für Stephan Hellwig überhaupt keine Frage. Bester Beleg für die Qualität der SG-Damen war ihr jüngster Auftritt gegen den TV Arnsberg. Mit 31:28 gewann Hamm dieses Topspiel - erstmals überhaupt in dieser Saison gelang es einer Verbandsliga-Mannschaft, die Arnsbergerinnen zu knacken. „Das haben wir natürlich zur Kenntnis genommen - es wird sicherlich eine ganz schwere Begegnung für uns“, so Hellwig.

Die großen Stärken des Gegners seien fraglos der individuell ausgeglichen besetzte Kader mit exzellenten Rückraumspielerinnen sowie einer gehörigen Portion Tempo, die die SG aufs Parkett bringt. „Wenn du dir da zu viele leichte Fehler im Angriff erlaubst, wird das ganz schnell bestraft“, weiß der ETSV-Trainer um die Gefahren, die gegen Hamm lauern. Gleichwohl sieht er sein Team in der Zwischenzeit deutlich gefestigt - auch im Vergleich mit den Besten der Liga. „Wir haben schon gegen Arnsberg eine richtig gute Partie gemacht - und letztes Wochenende in Kaiserau war sicherlich mehr für uns drin, als das Spiel mit einem Tor Unterschied zu verlieren“, hätte Hellwig zu gerne statt der 23:24-Niederlage zumindest ein Pünktchen aus Kamen entführt.

Aktuell dürfen sich die ETSV-Handballerinnen bei 9:15-Punkten (Platz acht) im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht allzu sicher sein. Die Teams auf den beiden Abstiegsrängen (Ahlen und Menden-Lendringsen II) haben jeweils sechs Pluspunkte auf dem Konto, sind also durchaus in Reichweite. „Unser Maßstab können auch nicht die ersten drei, vier Mannschaften in der Tabelle sein“, richtet Stephan Hellwig den Fokus eher auf den Vergleich mit den Teams aus der unteren Tabellenregion. Dennoch zeigte seine Mannschaft auch in Kaiserau, dass sie derzeit gut in Schuss ist. Überdies kann Hellwig auch am Sonntag vor eigenem Publikum wieder aus dem Vollen schöpfen. „Jetzt müssen wir nur noch die Absprache in der Defensive verbessern, dann bin ich guter Dinge“, erklärt er vor dem Duell mit dem Tabellenvierten.