ETSV Witten feiert großen Sieg

Doppel erfolgreich umgestellt: Tobias Knoll (li.) und Marco Aatz punkteten beim 9:2 über Germania Kamen ebenso für den ETSV Witten wie die Kombination David Goldberg/Dirk Vogelsang.
Doppel erfolgreich umgestellt: Tobias Knoll (li.) und Marco Aatz punkteten beim 9:2 über Germania Kamen ebenso für den ETSV Witten wie die Kombination David Goldberg/Dirk Vogelsang.
Foto: Barbara Zabka
Den Aufstieg in die NRW-Liga hat der ETSV Witten nach dem furiosen 9:2-Erfolg über Germania Kamen nun in eigener Hand.

Witten.. ETSV Witten -
DJK Germania Kamen 9:2

ETSV: (Doppel) Priestley/Loer 0:1, Knoll/Aatz 1:0, Goldberg/Vogelsang 1:0; (Einzel) Jörg Priestley 2:0, Tobias Knoll 2:0, David Goldberg 1:0, Dennis Loer 1:0, Marco Aatz 0:1, Dirk Vogelsang 1:0.

Das vorab vom Verein selbst beschworene „Wunder von Witten“, es ist Wirklichkeit geworden: Mit einem furiosen 9:2-Erfolg über Tabellennachbar DJK Germania Kamen zog der ETSV Witten in der Verbandsliga-Tabelle am Gegner vorbei und belegt einen Spieltag vor dem Saisonende Rang fünf, der voraussichtlich für den Aufstieg in die NRW-Liga ausreichen würde.

„Man hat gesehen, dass unsere Mannschaft heute richtig heiß auf diese beiden Punkte war“, erklärte ETSV-Akteur Tobias Knoll nach dem so wichtigen Sieg, der aus einer insgesamt eher mittelprächtigen Saison des Ex-Oberligisten doch noch eine gute werden lassen könnte. Dazu fehlt am letzten Spieltag (18. April) noch ein Sieg beim TV Attendorn. „Wir haben es jetzt in der eigenen Hand“, brachte es Knoll auf den Punkt.

Er selbst hatte maßgeblichen Anteil an diesem großen Sieg für die „Eisenbahner“, die das Hinspiel in Kamen mit 3:9 überdeutlich verloren hatten. Vorab hatten sich die Wittener taktisch einen Kniff mit den Doppeln überlegt, stellten diese ein wenig um. Resultat: Sowohl die Kombination Knoll/Aatz als auch Goldberg/Vogelsang gewannen in vier Sätzen. „Das tat schon mal gut, nach den Doppeln mit 2:1 vorn zu liegen“, so Knoll.

In der Folge wurde es bisweilen richtig dramatisch an den Platten in der gut besuchten Sporthalle der Brenschenschule. Jörg Priestley rang in einem packenden Duell Andreas Czedzak mit 3:2-Sätzen nieder, Knoll ließ ein beeindruckendes 3:0 gegen Kamens Spitzenspieler Daniel Lübke folgen. Als dann auch die beiden Akteure im mittleren Paarkreuz, David Goldberg und Dennis Loer (beide nach fünf engen Sätzen), als Sieger die Tische verließen, hieß es schon 6:1 für den ETSV.

Einzig die Niederlage von Marco Aatz („irgendwie läuft es derzeit bei mir nicht so richtig“) unterbrach diesen tollen Lauf - 6:2. Doch mit großem Kampf steuerte Dirk Vogelsang nach fünf Sätzen den siebten ETSV-Punkt bei.

Jetzt war wieder das Spitzen-Paarkreuz an der Reihe. In herausragender Manier fegte Knoll auch Czedzak in drei Sätzen locker von der Platte, zeigte seine vielleicht besten Spiele der gesamten Saison. Nebendran rackerte Jörg Priestley gegen Daniel Lübke, verlor Satz Nummer vier mit 3:11 und pustete schon mächtig. Dann aber startete er durch, gewann mit 12:10 und bejubelte mit seinem Team den Sieg.