ETSV im Test gegen ASC 09 erwartungsgemäß chancenlos

Anni Löffler war eine von zwei Spielerinnen, die aus der zweiten Mannschaft aushalf und vom Trainer sehr gelobt wurde.
Anni Löffler war eine von zwei Spielerinnen, die aus der zweiten Mannschaft aushalf und vom Trainer sehr gelobt wurde.
Foto: Socrates Tassos
Was wir bereits wissen
Aus der 16-Tore-Niederlage gegen den Oberligisten können die Wittenerinnen aber doch einige positive Erkenntnisse ziehen.

Witten..  Das Endergebnis von 20:36 war schnell abgehakt bei ETSV-Trainer Stephan Hellwig: „Das hat überhaupt keine Aussagekraft. In unserer Situation ist natürlich auch gar nicht daran zu denken, mit einem Top-Oberligisten mithalten zu können.“ Das Freundschaftsspiel seiner Handballerinnen gegen den ASC Dortmund 09 war anlässlich des Wechsels von Maike Behler nach Aplerbeck vereinbart worden, in der Saisonvorbereitung hatten die beiden Vereine aber keinen Termin gefunden. „Da waren die Herbstferien jetzt optimal“, fand Hellwig nach dem Treffen am Montagabend. „Es ging darum, ein bisschen Rhythmus zu bekommen und eine Wettkampfsituation zu schaffen, mehr nicht.“

Die Kräfteverhältnisse zwischen den Oberliga-Vierten ASC und Verbandsliga-Neunten waren von Anfang an klar zu sehen, 8:21 stand es zur Halbzeit aus Sicht des ETSV. Ohne Maike Kuhnert, Annika Lutz, Anna Karabatic, Julia Lewe und Andrea Rüwald angetreten, hatten die Wittenerinnen wenig entgegenzusetzen. „Das lief überhaupt nicht gut“, fand Hellwig, „wir haben in der Defensive erst viel zu spät Zugriff bekommen und vorne die falschen Entscheidungen getroffen.“ Angesichts der Personallage sei das Halbzeitergebnis dann erwartbar gewesen. „Auch wenn die beiden Spielerinnen aus der Zweiten viel gespielt und ihre Sache gute gemacht und haben.“

Erst, als Hellwig mit zwei Kreisläuferinnen spielen ließ, konnte Witten mit den Dortmunderinnen besser mithalten. Das war in den zurückliegenden Einheiten intensiv Thema gewesen. Hellwig erklärt: „Ich habe zwei gute Kreisläuferinnen, das hilft uns sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Andererseits ist der Rückraum mehr Druck, weil es eine Anspielstation weniger gibt. Damit hatten wir anfangs Schwierigkeiten.“ Inzwischen komme das Team besser klar, was sich in der zweiten Halbzeit auf dem Parkett zeigte: Als Aplerbeck durchwechselte, schaffte Witten, mit 12:15 das Spiel einigermaßen ausgeglichen zu gestalten.

Alle eingesetzten Feldspielerinnen trafen, ein Sonderlob erhielt Torwärtin Teresa Mühlhaus: „Sie kam in der zweiten Halbzeit und hat der Mannschaft mit einer sehr guten Leistung einen Schub gegeben“, hatte Hellwig also genug positive Deutungsansätze in Richtung Liga-Wiederbeginn in eineinhalb Wochen.