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Triathlon - Bundesliga

„Es ist wie verhext“

01.08.2010 | 20:23 Uhr
„Es ist wie verhext“
Prima Leistung im Schwarzwald: Claude Eksteen wurde Vierter.

Offenburg.„Das ist wirklich ärgerlich - beinahe hätten wir eine faustdicke Überraschung geschafft.“ An der Leistung seiner Athleten hatte Richard Gutt, Teamleiter des „asics Team“ Witten beim Bundesliga-Rennen in Offenburg rein gar nichts auszusetzen. Dennoch stand am Ende aber nur Rang drei für die Triathleten aus der Ruhrstadt, weil sie wieder einmal vom Pech verfolgt worden waren. Erst fiel Thomas Springer kurzfristig aus, dann wurde der Australier Dan Wilson in einen Radsturz verwickelt.

„Ein wenig scheint diese Saison schon verhext zu sein“, konnte Gutt seinen Glauben an höhere Mächte nicht unterdrücken. „Unsere vier Starter haben alle hervorragende Leistungen gezeigt, aber durch den Sturz von Dan haben wir den Tagessieg verloren. Wäre er nur ein paar Plätze weiter vorne gelandet, hätten wir gewonnen.“

Der Australier belegte letztlich den 43. Rang, nachdem er in aussichtsreicher Position auf dem Rad unsanfte Bekanntschaft mit dem Offenburger Asphalt machte. „In einem Kreisel kam es zu einem Sturz - Dan wich aus und fuhr mit seinem Rad über eine Bordsteinkante“, berichtete Teamkollege Matthias Zöll. Dabei wurden die Räder seines Untersatzes dermaßen beschädigt, dass er beide an Ort und Stelle in Windeseile austauschen musste. Die so verlorene Zeit konnte Wilson trotz enormer Anstrengung nicht wettmachen.

Da das „asics Team“ durch die kurzfristige Absage von Thomas Springer nur vier Mann an den Start gebracht hatte, kam das Resultat des Australiers auch in die Wertung. Die übrigen drei Starter waren weit vorne zu finden: Nils Frommhold belegte Platz drei, Claude Eksteen wurde Fünfter, Matthias Zöll brachte Rang elf ins Ziel - ein eindrucksvoller Beleg der mannschaftlichen Stärke der Ruhrstädter, die in der Bundesliga-Tabelle nunmehr den dritten Platz hinter Tagessieger TV Buschhütten und dem gastgebenden Hansgrohe-Team Schwarzwald belegen.

„Ich bin mit den Jungs definitiv sehr zufrieden“, lobte Gutt seine Triathleten. „Besonders Nils Frommhold hat ein wirklich gutes Rennen absolviert“, freute er sich über einen seiner Neuzugänge. Nur wenig stand ihm Claude Eksteen nach, der in seinem ersten Saisoneinsatz ebenfalls gleich überzeugte. Beide konnten sich in einer Spitzengruppe etablieren, die sich auf der Radstrecke gebildet hatte und zehn Athleten umfasste. Beim abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf mussten sie nur Tagessieger Tony Dodds (Darmstadt) und Frédéric Belaubre (Buschhütten) ziehen lassen.

„Vorbehaltlich der noch ausstehenden Wertung des Gladbecker Rennens sind wir aber immer noch im Titelrennen“, ist Richard Gutt weiterhin kämpferisch und zuversichtlich, in der Endabrechnung vorne stehen zu können.

Oliver Schinkewitz

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