„Erst mal die Füße hochlegen“

Die PVT-Athleten Vanessa Rösler und Meike Hoffmeister
Die PVT-Athleten Vanessa Rösler und Meike Hoffmeister
Foto: PVT
Was wir bereits wissen
Vanessa Rösler vom PV Triathlon Witten debütierte beim Ironman in Frankfurt über die Langdistanz. Nach 11:03:47 Stunden bei 40 Grad im Ziel.

Witten.. Der Wettergott meinte es am Tag ihres ersten Ironman-Wettkampfes nicht gut mit Vanessa Rösler: Bei 40 Grad debütierte die Athletin vom PV Triathlon Witten in Frankfurt über die Langdistanz. In 11:03:47 Stunden belegte Rösler am Ende Rang sieben in der F35. Mit WAZ-Mitarbeiter Marcel Kling sprach Rösler über die Strapazen im Rennen und das Gefühl danach.

Wie fühlt sich der Körper am Tag nach dem ersten Ironman an?

Vereinzelt so ein bisschen steif. Der Kreislauf kommt einfach noch nicht ganz hinter her. Aber ansonsten geht es eigentlich.

War ihr erster Ironman durch die enorme Hitze eine doppelte Herausforderung für Sie?

Ja, vor allem weil ich den Fehler gemacht habe, die Bedingungen zu unterschätzen. Ich habe gedacht, ich komme mit der Hitze klar. Das war aber dann doch zu viel des Guten. Auf dem Rad habe ich das schon gemerkt. Obwohl der Veranstalter es gut gemacht hat und die Athleten alle 1,5 Kilometer mit Wasser versorgt hat.

Die Vorbereitung auf den Wettkampf lief sechs Monate. War der Ironman dann so, wie Sie es sich vorgestellt hatten?

Nicht wirklich. Von der Vorbereitung her war ich eigentlich ganz gut eingestellt und bis zum Radfahren lief es auch ganz gut. Dann habe ich aber gemerkt: Das wird hart.

Wie liefen denn die einzelnen Phasen im Wettkampf?

Das Schwimmen war eigentlich am besten. Da hatte ich im Vorfeld Angst vor, weil ja über 2.000 Teilnehmer gleichzeitig starten. Ich bin aber relativ weit am Rand geschwommen, da ging es ganz gut. Die Schwimmzeit war dadurch aber etwas länger. Ab der zweiten Runde auf dem Rad hatte ich dann aber an der Hitze zu knabbern. Ich kann ja eigentlich ganz gut laufen. Aber wenn du schon platt vom Rad steigst und weißt, dass jetzt noch ein Marathon folgt, dann muss der Kopf das erst einmal verkraften.

Umso schöner war bestimmt der Zieleinlauf?

Wenn es auf die Ziellinie zu geht, dann mobilisiert man seine letzten Kräfte. Die letzten Meter genießt man am meisten. Rechts und links standen so viele Leute, darunter viele Kollegen vom PVT, die mich unterstützt haben. Und auf der Leinwand kann man sich selbst einlaufen sehen. Das ist Wahnsinn.

Sind Sie mit Ihrer Zeit zufrieden?

Ich wäre gerne schneller gewesen, aber das war der Wetter-Abschlag. Umso erstaunlicher, dass die beiden Sieger den Streckenrekord geknackt haben.

Starten Sie noch einmal bei einem Ironman?

Sonntagabend habe ich gesagt, das war der letzte. Erst einmal muss ich jetzt die Füße hochlegen und dann gucken wir mal weiter.