Ernst der Lage nicht realisiert

Diese Aussage ist schon bemerkenswert: „Einige bei uns scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass wir im Abstiegskampf stecken.“ Klare Worte, die Mark Heinrich, Trainer des Fußball-Westfalenligisten TuS Heven 09, vor dem wichtigen Heimspiel gegen Marl-Hüls findet. Und es ist ein deutliches Signal: Niemand wird mehr in Watte gepackt, auf allzu sensible Charaktere wird keine Rücksicht mehr genommen. Falsch ist das gewiss nicht, denn für den TuS Heven geht es schlichtweg ums sportliche Überleben in der Westfalenliga.


Dem Verein droht der zweite Abstieg in Serie - und jeder kann sich selbst ausmalen, dass es dann einen neuerlichen personellen Umbruch geben wird. Da sich der eine oder andere Akteur des jetzigen Kaders offenbar noch immer zu Höherem berufen fühlt, aber aktuell nicht einmal das Niveau für diese sechste Liga hat. Verfügt der TuS Heven in ausreichendem Maße über die Spielertypen, die in solch einer kniffligen Situation willens und in der Lage sind, die Ärmel hochzukrempeln, um jeden Ball zu kämpfen? Selbst der Trainer scheint daran zu zweifeln.