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Sport-Teilinternat Witten

Eine „runde“ Erfolgsstory

09.02.2012 | 18:18 Uhr
Eine „runde“ Erfolgsstory
Zum zehnjährigen Bestehen des Sport-Teilinternats am Ruhr-Gymnasium gab’s ein obligatorisches Gruppenbild mit Sportlern und Betreuern sowie Mitgliedern des Stadtsportverbandes.

Witten.Ehe das Projekt so richtig ins Rollen kam, verging eine ganze Weile - „aber mittlerweile kann man sicherlich von einer Erfolgsstory sprechen“, sagt Matthias Kiehm, zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbandes, über das Wittener Teilinternat, das in diesem Jahr schon seinen zehnten „Geburtstag“ feiert und sich der Förderung besonders talentierter Sportler verschrieben hat.

Die drei Bundesligisten (Judo, Ringen, Triathlon) waren damals als Wittens herausragende Clubs die treibenden Kräfte, als das Teilinternat so richtig in Schwung kam. „Das war vorher ein dreijähriger Prozess - offiziell gestartet haben wir im Februar 2002“, erinnert sich Kiehm, der als Geschäftsführer der Judoka von der Sport-Union Annen auch einige Nachwuchskämpfer seines Clubs im „TI“ bestens aufgehoben weiß. „Über die zehn Jahre hinweg haben wir rund 80 junge Kaderathleten hier unterstützt“, so Kiehm.

Dreimal in der Woche schauen die Kinder und Jugendlichen in den Räumen des Teilinternats am Ruhr-Gymnasium vorbei. „Die Betreuung an sich war gewissermaßen ein fließender Prozess. Wir haben uns den Bedürfnissen der Kinder angepasst“, sagt der SSV-Vize. Denn es gehe dort - unter der Leitung von Koordinatorin Monika Middelmann - nicht um eine reine Hausaufgaben-Betreuung. „Die meisten Kinder haben ja schulisch überhaupt keine Probleme. Wir können hier aber gut auf individuelle Bedürfnisse eingehen“, sagt Middelmann.

„Wir klagen hier auf ganz hohem Niveau“, ergänzt Matthias Kiehm, der sich der Landesförderung durch das Schul- und Sportministerium von NRW zumindest bis zum Ende des aktuellen Schuljahres sicher sein kann, aber gerne noch auf weitere Hilfe bauen würde. „Viele der Kinder bekommen den Spagat zwischen Schule und Leistungssport sehr gut hin“, weiß Monika Middelmann - und sieht damit auch den Sinn der Existenz des Teilinternates bestätigt. Denn: „Die Kinder kommen gerne hierher, verstehen sich auch privat sehr gut - und besuchen sich beispielsweise auch an den Wochenenden gegenseitig bei Wettkämpfen.“

Über insgesamt zwölf Lehrer-Wochenstunden darf das Teilinternat verfügen - der Stadtsportverband finanziert darüber hinaus noch zusätzliche Lehrkräfte. „Im Schnitt haben wir hier sieben bis zehn Kinder jeden Tag - und dazu drei Lehrer bzw. Betreuer“, sagt Monika Middelmann. Aktuell nehmen zwölf D-Kader-Athleten sowie ein D/C-Kader-Athlet die Leistungen des Teilinternats in Anspruch. Abgedeckt werden dabei die in Witten herausragend vertretenen Sportarten Judo, Ringen und Triathlon, aber auch Ruder, Turner oder Taekwondoka werden gefördert.

„Das Teilinternat am Ruhr-Gymnasium ist keine Verwahrschule, sondern wir achten sehr auf Qualität“, sagt SSV-Geschäftsführer Rolf-Werner Schäfer. In Kürze steht ein Gespräch mit dem NRW-Ministerium über den Fortbestand des Teilinternats an. „Ich hoffe sehr, dass wir weiter unterstützt werden“, sagt Matthias Kiehm. Denn die Sparmaßnahmen der Landesregierung gefährden offenbar die Zukunft des Erfolgsprojektes in der Ruhrstadt. Wenn die Jugendlichen selbst entscheiden könnten, ihr Votum würde klar für ihr „TI“ ausfallen - denn die Identifikation mit dem Projekt ist bei den sportlichen Stars von morgen schon jetzt sehr ausgeprägt.

Oliver Schinkewitz

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Kommentare
10.02.2012
07:56
Eine „runde“ Erfolgsstory
von BreitenbacherF | #1

Wir brauchen aber keine Sportvereine die versuchen andere vor ihren Wagen zu spannen, und wenn die nicht funktionieren, dann die Leute unter Druck zu setzen. Für den Vorsitzenden wird das noch Konsequenzen haben, die noch weit über das Sportliche hinausgehen Anwalt inbegriffen.

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