Ein perfekter Tag für das "asics Team"
23.05.2010 | 00:52 Uhr 2010-05-23T00:52:00+0200Sowohl das Herren-Quintett als auch die vier Damen holen sich den Heimsieg. Glückliche Gesichter auch beim PV-Triathlon nach Rang drei für die Damen
Witten. Diesmal lief alles "normal" - und damit perfekt für das "asics Team" Witten: Beim zweiten Wettkampf der Deutschen Triathlon-Liga (DTL) im Schatten des Saalbaus war sowohl bei den Herren als auch bei den Damen kein Kraut gegen den Top-Club der Ruhrstadt gewachsen.
Sie hatten sich wieder was Pfiffiges einfallen lassen beim Zieleinlauf, die Wittener "asics Team"-Herren - und sie hatten allen Grund dazu, sich feiern zu lassen. Christian Prochnow, Matthias Zöll, Sebastian Rank und James Seear bildeten feixend das Spalier für Teamkollege Thomas Springer, der mit dem doppelten "Victory"-Zeichen die ersten Gratulationen entgegen nahm. In der Vorwoche in Gladbeck war Springer - amtierender Deutscher Meister - noch aus fragwürdigen Gründen disqualifiziert und seine Mannschaft damit weit zurückgeworfen worden.
Diesmal kam auch Titelverteidiger TV Buschhütten - trotz seiner internationalen Top-Stars Brad kahlefeldt und Ivan Vasiliev - nicht gegen die eingeschworene Wittener Truppe an, hatte im Ziel knapp eine halbe Minute Rckstand auf den Tagessieger, der sich damit in der Tabelle auf Rang vier verbesserte. Vorn bleibt der TV Buschhütten, Zweiter ist das Hansgrohe-Team Schwarzwald, das am Samstag mit einem herausragenden Daniel Unger (Tagessieger in der Einzelwertung) den dritten Platz belegte.
Für das AVU-Team des PV-Triathlon gab's im Herren-B-Finale einen zufriedenstellenden achten Platz. "Das war in etwas das, war wir uns auch vorgestellt hatten", meinte Teambetreuer Matthias Bergner. Offenbar hatte er mit dem Niederländer Stefan van Thiel, Sven Bergner, Georg Potrebitsch, Oliver Strankmann und Youngster Jens Bödecker die richtige Besetzung gewählt.
Einen furiosen, völlig ungefährdeten Sieg fuhren einmal mehr die Damen vom "asics Team" Witten ein. Mit drei Minuten Vorsprung liefen Kathrin Müller, Lena Brunkhorst, Carina Brechters und die Schwedin Lisa Nordén durchs Ziel. Als der zweitplatzierte TuS Griesheim eintrudelte, hatten die Titelverteidigerinnen schon die ersten Fragen zu ihrem Triumph Nummer zwei beantwortet. "Vielleicht ist es ein bisschen schade, dass wir so deutlich gewonnen haben", sagte Kathrin Müller. "Aber wir sind diesmal wirklich mit einer sehr guten Besetzung angetreten - das konnten die anderen Mannschaften offenbar nicht. Trotzdem ist in der Meisterschaft noch längst keine Vorentscheidung gefallen", stapelte die Wittener Teamkapitänin tief. Zugleich schickte sie - wie schon zuvor auch ihre männlichen Clubkollegen - einen lieben Gruß an den Sportlichen Leiter Richard Gutt, der aus gesundheitlichen Gründen am Samstag passen musste. "Diesen Sieg haben wir sicher auch für Richard errungen - hoffentlich hilft es ihm, bald wieder fit zu werden", ergänzte Müller.
Eine überragende Leistung bot dabei einmal mehr die Schwedin Lisa Norden, die sich mit großem Vorsprung den Tagessieg sicherte. Stieg sie noch mit drei Sekunden Rückstand auf die Niederländerin Neiske Becks (PV-Triathlon) aus dem mobilen Schwimmbecken, rauschte sie auf dem Rad unwiderstehlich vorbei und lief der gesamten Konkurrenz auf und davon. "Ich fühle mich richtig gut - hoffentlich kann ich diese Form auch bis zum WM-Serien-Rennen in zwei Wochen in Madrid herüberretten", so die 25-Jährige.
Hinter den zweitplatzierten Griesheimerinnen schnappte sich das AVU-Team vom PV-Triathlon überraschend den dritten Rang - denn schließlich mussten Wencke Stoltz, die erst 18-jährige Niederländerin Neiske Becks und Marietta Herrmann nur zu dritt antreten. "Leider hatten wir kurzfristig mit Carolin Nordkamp, Sarissa de Vries und am Samstagmorgen auch Linda Klauke drei Ausfälle - daher war der dritte Platz sicher ein toller Erfolg", meinte Teamchef Matthias Bergner. Erst am Freitagabend hatte Marietta Herrmann den Anruf vom PVT erhalten, dass sie am Samstag aushelfen müsse. "Da wollte ich eigentlich gerade los zu einem langen Lauf", so die Triathletin. Im Gesamtklassement liegen die PVT-Damen nun hinter dem "asics Team" sogar auf dem zweiten Platz - ein tolles Bild für den Wittener Triathlonsport.
Das sich übrigens auch in der 2. Bundesliga verfestigte, denn die Männer vom PV-Triathlon II holten dort den Tagessieg. Paul Bürger, Stefan Zelle, Christian Thomas, Tim Klauke und Till Pastor hängten den TV Buschhütten II ziemlich sicher ab, Dritter wurde die Zweitvertretung vom "asics Team" Witten mit Joshua Amberger (Tagessieger), Kane Simpson, Philipp Bahlke, Dominik Treuherz und Matthias Dietze. Dabei hatten Letztere Pech, als Simpson im Finaldurchgang sofort zu Beginn des Radsplits aufgeben musste, als sein Rennrad einen technischen Defekt an der Schaltung hatte.
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