DM-Fahrkarten sind das Ziel

In der 57-kg-Klasse geht Michelle Bazynski (re.) für die SU Annen auf die Matte.  
In der 57-kg-Klasse geht Michelle Bazynski (re.) für die SU Annen auf die Matte.  
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei den Westdeutschen Meisterschaften der U18- und U21-Junioren gehen die Annener Talente mit guten Chancen an den Start.

Witten..  Das Reservoir an exzellenten Nachwuchs-Judoka bei der Sport-Union Annen scheint schier unerschöpflich. Mit einem Großaufgebot sind die Wittener an diesem Wochenende bei den Westdeutschen Meisterschaften der U 18- und U 21-Judoka im Einsatz. Gut möglich, dass sich einige dort die Tickets zu den baldigen DM-Turnieren sichern.

Dass der Zustrom hochveranlagter Talente nicht nachlässt, das liegt bei der SU Annen gewiss auch an der erstklassigen Trainings-Betreuung. „Wir sind stolz darauf, dass wir so viele Eigengewächse in unseren Reihen haben, die in der Jugendarbeit Verantwortung übernehmen“, sagt Geschäftsführer Matthias Kiehm. Allen voran sind dort neben Roman Paris die Jugend-Coaches Stefan Oldenburg, Christoph Najdecki und Miriam Dunkel zu nennen, die sich nicht nur mit großem Engagement um die SUA-Talente kümmern, sondern darüber hinaus auch selbst noch als Aktive in der Bundesliga für die Wittener auf der Matte stehen. „Ich glaube, in dieser Fülle kann so etwas kein anderer Verein von sich behaupten“, sagt Kiehm stolz.

Gemeinsam mit Roman Paris ist die frühere U 17-Europameisterin Miriam Dunkel für die Annener U 18-Judoka zuständig. „Das macht mir wirklich großen Spaß, unsere Jugendlichen sind aber auch sehr leistungswillig“, sagt die 22-jährige Lehramts-Studentin (Geschichte und Mathematik) von der Ruhr-Universität in Bochum. Vor allem in der weiblichen Jugend scheinen ihr einige bei der SUA nachzueifern. Am Samstag in Herne gehen Sarah Hildebrand, Sara Kesmen, Julia Friedrich, Michelle Bazynski und Neuzugang Maria Romahn mit guten Medaillen-Chancen auf die Matte. „Da sind wir wirklich gut aufgestellt“, betont Dunkel. Bei den U 18-Jungen sei die Ausgangslage „etwas schwieriger einzuschätzen, weil wir da viele sehr junge Starter mit dabei haben“, sagt die Trainerin. Von Talenten wie Moritz Vieregge und Lukas Romahn sei jedoch in Zukunft durchaus einiges zu erwarten.

Bei den U 21-Judoka richtet sich das Augenmerk der Wittener Nachwuchs-Trainer Stefan Oldenburg und Christoph Najdecki vor allem auf das 66-kg-Trio Thomas Graczyk, Tim Malewany und Hanno Keller. Letzterer ist der Jüngste im Bunde, soll nach seinem dritten Platz auf Westfalenebene „am Sonntag erst einmal ‘reinschnuppern - da ist die Konkurrenz schon recht groß“, so Oldenburg vor dem Turnier in Bochum-Wattenscheid. Graczyk und Malewany habe er hingegen als Medaillen-Kandidaten auf dem Zettel - ebenso wie SUA-Bundesliga-Starter Erich Klinspon (Osnabrück). Bei den Juniorinnen gehen Michelle Bazynski, Sara Kesmen und Hannah Buschman durchaus mit guten Chancen auf die Judo-Matte.