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Der Traum eines jeden Jungen

05.01.2010 | 11:00 Uhr
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Der Traum eines jeden Jungen

Zlatan Alomerovic machte seine ersten Schritte beim TuS Heven und spielt jetzt in der Bundesliga-A-Jugend beim BVB in Dortmund

Tippt man bei einer weltbekannten Suchmaschine im Internet den Vornamen „Zlatan” ein, wird man geradezu von den Vorschlägen zu Fußball-Weltstar Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona) überrollt - schaut man jedoch ein wenig genauer hin, findet sich schon an siebter Stelle der Name von Zlatan Alomerovic.

Alomerovic (18) bewegt sich zwar noch nicht in den Sphären von Namensvetter Ibrahimovic, doch der Wittener U19-Keeper von Borussia Dortmund hat schon Beachtliches geschafft.

Als Torhüter muss Zlatan Alomerovic zwischendurch schon mal laut werden.

Im Jahre 1999 als Achtjähriger aus der serbischen Heimat nach Deutschland gekommen, meldete sich Alomerovic umgehend beim TuS Heven an. Auch hier geht er, wie schon beim „Kicken” mit Freunden in Serbien, ins Tor: „Unter meinen Freunden war ich nun mal der Kleinste, da musste ich in den Kasten”, erklärt der heute 1,87 m große Torsteher schmunzelnd.

Als Alomerovic dann 2003 nach vier Hevener Jahren unter den Fittichen von Trainer Walter Klein zum SV Bommern 05 kommt, bleibt er dort nur für ein Jahr. Es zieht ihn zum SV Herbede. Gesondertes Torwarttraining hat er bis hierhin noch keines gekriegt, einzig die einmal wöchentliche Einheit bei der Kreisauswahl brachte ihm spezielle Torwart-Fähigkeiten nahe. Und wer weiß, ob Alomerovic entdeckt worden wäre, wenn er nicht im Jahr darauf zum FSV Witten gewechselt wäre. „Wir gewannen ein Turnier beim TSC Eintracht Dortmund”, erklärt der Hevener und fährt fort: „Volker Pröpper, damaliger U15-Coach des BVB, sah mich und empfahl mich der U16”, die ihn dann nochmals scoutete. Auch dort überzeugte er, sodass er das Angebot bekam: „Ein Traum ging in Erfüllung”, erzählt der Keeper, der sich nun in einer völlig anderen Welt wiederfand: „Beim Training zogen alle mit, die Auswärtsfahrten wurden mit dem Bus bestritten, es war einfach alles professioneller.”

Der hochtalentierte U19-Keeper Zlatan Alomerovic hat seinen Vertrag beim BVB bis 2012 verlängert.

Hört man Alomerovic erzählen, merkt man, wie sehr ihm diese „andere Welt” gefällt, wie hart er dafür arbeitet, Fußball-Profi zu werden: „Das ist mein großes Ziel”, weiß der dunkelhaarige Teenager, der momentan die 12. Klasse der Holzkamp-Gesamtschule besucht: „Mein Abitur mache ich aber auf jeden Fall.”

Fünfmal in der Woche geht Zlatan nun zum Fußballplatz, kriegt mindestens zweimal in der Woche gesondertes Torwarttraining. Die Belohnung für die harte Arbeit ließ nicht lange auf sich warten: In der BVB-Reserve (3. Liga) sowie bei den Profis (aufgrund der deutschen Bedeutung seines Namens rufen ihn alle „Goldi”) darf er regelmäßig mittrainieren. Ein Spieler hilft ihm bei der Eingewöhnung sehr: „Nuri Sahin gibt mir tolle Hilfestellung”, lässt der Wittener wissen. Sahin, der mit 16 Jahren das jüngste Bundesliga-Debüt aller Zeiten gab, wird wissen, wovon er spricht. Auch einen Lehrgang der deutschen U19-Nationalmannschaft durfte der Wittener, der bald die deutsche Staatsbürgerschaft hat, besuchen.

Einen großen Titel, obgleich Zlatan schon in vier Finals war, hat er bislang allerdings noch nicht gewonnen. Im Finale 2007 gegen den FC Bayern München noch auf der Bank, stand er ein Jahr später gegen Bundesliga-Aufsteiger TSG Hoffenheim als Stammkeeper auf dem Rasen. Sein Team verlor aber mit 4:6. „Das war fast schon ein Handballergebnis”, lächelt der Torwart, dessen Vorbild Legende Oliver Kahn ist. In diesem Jahr dann die doppelte Ladung Pech für Alomerovics U19: Erst verlor man das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft beim FSV Mainz 05 mit 1:2, dann auch noch im DFB-Pokal gegen Freiburg - nach Elfmeterschießen.

Doch auch wenn es noch zu keinem Titel gereicht hat - wenn der Hevener so weitermacht, muss ihm um seine Zukunft nicht bange sein.

Felix Groß

Kommentare
11.01.2010
09:14
Der Traum eines jeden Jungen
von BlubbOmat | #1

Ich hoffe er kann sich durchsetzten als Torwart ist das ja nicht so leicht bei Dortmund da muss man schon Geduld haben.

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