Der letzte Strohhalm

Überraschend an der Trennung zwischen dem TuS Heven 09 und Oliver Gottwald ist allein der Zeitpunkt. Kurz vor der Jahreswende traf man sich, erörterte die sportliche Lage - und kam dann zu dem Schluss, die Zusammenarbeit sofort zu beenden. Angesichts der nackten Resultate in der ersten Saisonhälfte hätte man eine solche Entscheidung eigentlich sogar schon früher erwarten können. Man mag Oliver Gottwald zugute halten, dass das fußballerische Potenzial des ihm zur Verfügung stehenden Kaders sehr überschaubar und mehr als der Klassenerhalt in der Westfalenliga als Zielsetzung kaum realistisch war.


Sollte es dem TuS Heven in der Winterpause gelingen, einige der Spieler zu verpflichten, die schon zu Oberligazeiten für den Club am Ball waren, sind zumindest die sportlichen Perspektiven wieder deutlich besser. Es erscheint wie der Griff nach dem allerletzten Strohhalm, um den zweiten Abstieg in Serie zu verhindern. Und: Warum hat man sich im Sommer von eben jenen Akteuren getrennt, um sie in der aktuellen Notlage wieder an Bord zu holen? Es bleibt enorm spannend am Haldenweg.