Der Blick geht nach oben
02.03.2011 | 19:41 Uhr 2011-03-02T19:41:00+0100
Bommern.Ihre vierte Oberliga-Saison werden die Tischtennis-Cracks vom SV Bommern 05 auf einem Platz im gesicherten Mittelfeld beenden. Aktuell ist Rang sechs (16:16-Punkte) das „Zuhause“ der Grün-Schwarzen, die noch sechs Saisonspiele zu absolvieren haben. Alle Zeit der Welt also, sich schon mal um die kommende Spielzeit in der vierten Liga zu kümmern - dort könnte es deutlich bergauf gehen für den SVB.
Die jüngste Verpflichtung von Alexander Döweling (TTR Schaephuysen) zeigt deutlich, wohin der Weg führen soll - Stagnation ist nicht Sache der Bommeraner, die in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung an den Tag gelegt haben. „Ich denke schon, dass wir im nächsten Jahr oben angreifen können“, sagt Tobias Knoll, der im oberen Paarkreuz für den SV Bommern 05 am Ball ist und intensiv in die Kaderplanungen einbezogen wird.
Nachdem das „Experiment“ mit dem talentierten, aber leider dauerverletzten Norweger Hallvard Fjell ziemlich in die Hose ging, musste sich der SVB ohnehin personell neu orientieren. Mit Alexander Döweling kommt ein Regionalliga-erprobter, junger Mann nach Bommern, der nicht der letzte Neuzugang geblieben sein könnte. „Wir haben noch einige Anfragen von richtig guten Leuten“, freut sich Tobias Knoll darüber, dass sein SVB zu einer respektablen Adresse im Tischtennis-Sport geworden ist. „Wir müssen uns jetzt überlegen, wo wir hin wollen. Holen wir wirklich noch jemanden dazu, spielen wir vielleicht nächstes Jahr um den Aufstieg mit“, so der Wittener.
Die Regionalliga als Fernziel für einen kleinen Club wie den SV Bommern 05? Das wäre allemal eine ganz starke Nummer - zumal in der dritten Liga von den Top-Teams gerne schon auf asiatische Zelluloid-Künstler zurückgegriffen wird. „So weit sind wir aber noch nicht“, feixt Knoll. Überlegenswert aber sei zumindest, die Mannschaft mit sieben statt der geplanten sechs Spieler in die Saison 2011/12 zu schicken, in der jede Oberliga-Staffel nur noch über elf Teams verfügen werde. Im Jahr darauf wird dann auf zehn reduziert - „da wird das Hauch und Stechen noch größer“, vermutet Knoll. Letztlich müsse eh’ der Vorstand über einen weiteren Transfer befinden.
„Wenn wir in die Regionalliga aufsteigen wollten, müsste schon eine gesunde Strategie dahinter stecken“, so Knoll. Er beziffert den Etat für einen Drittligisten auf ca. 20 000 Euro pro Saison - „und das könnten wir uns derzeit ohnehin nicht erlauben. Ein Aufstieg in die Regionalliga kostet in jedem Fall erstmal Geld - in der Außendarstellung und sportlich wäre das allerdings für uns etwas Besonderes.“
Zuletzt kämpften die Bommeraner auch mit dem Stadtsportverband um mehr Trainingszeiten. „Aber da sieht es in der Halle der Brenschenschule schlecht aus - die Kapazitätsgrenzen sind erreicht“, so SSV-Mitarbeiter Rainer Brockhoff. „Die Halle wurde seinerzeit speziell auch für den Behindertensport gebaut - und wir können ja andere Sportler nicht so einfach aus ihrer Halle verbannen.“
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