Den Fokus neu justieren

Gunnar Dachrodt (li.) machte seine Sache bei der TG Witten zuletzt ordentlich, wird am Samstag aber fehlen.
Gunnar Dachrodt (li.) machte seine Sache bei der TG Witten zuletzt ordentlich, wird am Samstag aber fehlen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Gegen den SVD 49 Dortmund II fordert TG Witten-Coach David Glöckner höchste Konzentration von seinen Akteuren.

Witten..  Nach dem verpatzten Jahresauftakt gegen den TV Gerthe dreht man bei der TG Witten die Uhr zurück und setzt alles auf Anfang. Am Samstag bietet sich den Ruhrstädtern nämlich erneut in eigener Halle gegen den SVD 49 Dortmund II (19 Uhr) die Chance zum ersten Heimsieg im neuen Jahr. Coach David Glöckner fordert von seinen Akteuren gerade in der Offensive umsichtiger zu agieren.

Mit 49 Punkten auf den Habenseite kann man in der Basketball-Oberliga kein Spiel gewinnen. Gegen Gerthe ging der Turngemeinschaft vor allem die Treffsicherheit ab, so dass man trotz guter Verteidigungsleistung letztlich deutlich verlor und nun nur noch zwei Zähler vor einem Abstiegsrang steht. So langsam müssen die Wittener Zählbares auf’s Punktekonto schaufeln, sonst könnte man tatsächlich noch in den Abstiegssog gezogen werden.

Gegen Derne soll daher ein Sieg her. Dazu bedarf es im Spiel nach vorne allerdings einer deutlichen Steigerung. Unter dem Korb ist man mit Mathias Veit und Ulf Winkelmann hervorragend besetzt, es ist die Aufbauposition, die dem Coach Bauchschmerzen bereitet. Da der etatmäßige Aufbauspieler Sebastian Lobert zuletzt passen musste, ergänzten Maelik Sheik Al-Kaar und Gunnar Dachrodt den Kader der Glöckner-Fünf und machten ihre Sache ordentlich. Beide stehen dem Trainer diesmal berufsbedingt allerdings nicht zur Verfügung, was Glöckner in Bedrängnis bringt, angesichts der Tatsache, dass Lobert ebenfalls immer noch angeschlagen ist und vorerst auf der Bank Platz nehmen wird. „Wir werden erneut improvisieren müssen“, sagt der Trainer und spielt mit dem Gedanken den technisch starken Flügelspieler Jens Badziong auf Position eins zu beordern.

Dem traut Glöckner zu, seine Vorgaben, den Ball „vernünftig nach vorne zu bringen“, umzusetzen. „Das Wichtigste ist für mich, dass wir Turnover auf jeden Fall vermeiden.“ Zu häufig gewährte man dem Gegner durch Ballverluste schon leichte Punkte.

So auch im Hinspiel, als man nach ganz schwacher Leistung deutlich mit 43:76 gegen die unbequemen Dortmunder verlor. Dieser Fauxpas soll sich am Samstag vor eigenem Anhang nicht noch einmal wiederholen. „Es wird wichtig sein, dass wir wenige Fehler machen, ruhig bleiben und uns auf unser Spiel konzentrieren“, mahnt Glöckner die Seinen an mit Bedacht zu agieren. Auf Sperenzien will man sich keinesfalls einlassen, denn Unruhe ist der größte Feind der Konzentration und somit der TG Witten.