Dauergast im Liga-Keller

Die Kluft wird größer und größer, die Sorgen beim Fußball-Westfalenligisten TuS Heven 09 ebenso. Dass man beim Tabellendritten in Wanne-Eickel verlieren würde, hatte man gewiss einkalkuliert. Wohl aber nicht, dass parallel der bislang so souveräne Aufstiegsaspirant aus Marl-Hüls daheim gegen Abstiegskandidat Horst-Emscher verlieren würde. Womit die Gelsenkirchener nun auf Rang 13 schon sieben Zähler Vorsprung auf Heven haben. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass der TSV Marl-Hüls (am kommenden Wochenende nächster Gegner der Wittener) gleich drei Platzverweise kassierte und personell ein wenig geschwächt anreisen wird.


Ob aber der TuS Heven wirklich in der Lage sein wird, daraus Kapital zu schlagen? Am Sonntag jedenfalls fand sich in der Mondpalast-Arena kein stichhaltiger Hinweis darauf. Zu harmlos in der Offensive, kaum Kreativität im Mittelfeld, eine beängstigende Fehlerquote im Passspiel - so kann die Mannschaft von Trainer Mark Heinrich kaum einem Team in dieser Liga gefährlich werden. Der Kampf um den Klassenerhalt, er ist für die Hevener nur noch mit einem gewaltigen Kraftakt zu gewinnen. Und der sollte bald beginnen.