Das Ruder in der Hand
22.05.2009 | 18:16 Uhr 2009-05-22T18:16:00+0200
Sonntag Bundesliga-Start in Gladbeck. "asics Team" Witten ist sportliches Aushängeschild der Stadt. Damen peilen nächsten Titelgewinn an. Herren-Riege misst sich mit Top-Konkurrenten aus Buschhütten und Schramberg im Schwarzwald
„Was den Bekanntheitsgrad des Wittener Sports anbelangt, haben wir das Ruder übernommen - und das werden wir auch so bald nicht mehr aus der Hand geben”, wirft sich Richard Gutt, Sportlicher Leiter beim „asics Team” Witten, gehörig für seine Triathleten ins Zeug. Doch das mit Fug und Recht, denn die Top-Sportler vom Triathlon-TEAM Witten, für die am morgigen Sonntag (24. Mai, ab 11.45 Uhr) in Gladbeck die neue Bundesliga-Saison beginnt, sind längst sogar europaweit eine Klasse für sich.
Und damit die Wittener ihre Spitzensportler auch dem heimischen Publikum präsentieren können, gibt's mit dem „2. Sparkassen-City-Triathlon” am 13. Juni endlich wieder einen Bundesliga-Wettbewerb in der Ruhrstadt. „Es hat schon im letzten Jahr beim Zweitliga-Rennen großen Spaß gemacht, hier zu starten”, sagte mit Sebastian Rank einer der Ausnahmekönner vom „asics Team”. Aufgrunddes großen Echos, das die Premieren-Veranstaltung 2008 fand, haben sich die Hauptsponsoren des Wittener Bundesliga-Schwergewichts (insgesamt 19 Mannschafts-Titel bei Damen und Herren seit Gründung der 1. Liga 1992) auch wieder entschieden, dieses Konzept zu fördern.
Das Gerüst des Sprint-Wettbewerbs bleibt gleich - hier und da gibt's aber leichte Veränderungen. So wird das transportable 25-Meter-Schwimmbecken diesmal auf einer Grünfläche hinter dem Parkhotel stehen. „Damit ist es für die Zuschauer noch besser einsehbar”, so Richard Gutt. Auch könne man die plane Lage des Beckens damit besser gewährleisten. Zudem wird der Zielbereich samt Bühne (für Interviews und Siegerehrungen) auf das obere Parkdeck hinter dem Saalbau verlegt. Auf dem unteren Deck wird eine umfangreiche Triathlon-Messe entstehen.
Dass die Mannschaften vom „asics Team” Witten auch diesmal wieder ein gehöriges Wörtchen um den Bundesliga-Titel mitsprechen werden, steht für Gutt außer Frage: „Bei den Damen sind wir nicht nur Titelverteidiger, sondern auch großer Favorit. Wir haben wieder eine herausragende Mannschaft beisammen, die wir unter anderem mit dem derzeit größten deutschen Triatlon-Talent Alena Stawczynski verstärken konnten.” Ärgster Konkurrent um die DM-Krone dürfte in diesem Jahr das Team des fränkischen TV Erlangen werden - dort stehen mit Sarah Fladung und Rebecca Robisch zwei deutsche Spitzenkräfte im Aufgebot.
„Ich denke, dass wir sicher gute Chancen haben, Deutscher Meister zu werden”, hat die 19-jährige Potsdamerin Alena Stawczynski schon das Wittener Sieger-Gen aufgesaugt. „Ich bin überglücklich, für Witten starten zu dürfen. Als Kathrin Müller mich letztes Jahr fragte, war ich gleich Feuer und Flamme”, so die Europacup-Fünfte von Pontevedra. „Vor allem von Kathrin Müller und Lisa Norden kann ich sicher viel lernen.” Am Sonntag in Gladbeck (Start: 11.45 Uhr) sind neben Stawczynski und Norden auch Tina Herklotz und Lena Brunkhorst für Witten im Einsatz.
Bei den Männern werden dann Olympia-Starter Christian Prochnow, Claude Eksteen, Matthias Zöll, Sebastian Rank und der australische Neuzugang James Seear das „asics Team”-Quintett bilden, das um 11.55 Uhr ins Wasser des Gladbecker Freibades springen wird. „Mit Buschhütten und dem Hansgrohe-Team haben wir wieder sehr starke Konkurrenz - aber ein Platz auf dem Podest muss allemal unser Ziel sein”, meint Christian Prochnow und kündigt schon für Sonntag einen knallharten Dreikampf der Top-Teams an. „So stark besetzt waren wir in Gladbeck noch nie”, ergänzt Richard Gutt. Fehlt nur noch ein richtig gutes Ergebnis für diesen ersten von vier DTL-Wettbewerben.
Gefordert sind in Gladbeck zunächst 250 Meter Schwimmen, 5,5 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Beim nachmittäglichen Teamsprint (Damen ab 14.30 Uhr; Herren ab 15.15 Uhr) sind 550 m Schwimmen, 22 km Radfahren und 5 km Laufen zu absolvieren.
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