Das Regelwerk fest im Griff

Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart  Heiko Schneider (li.) stand jahrelang selbst als Referee auf dem Platz.
Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Heiko Schneider (li.) stand jahrelang selbst als Referee auf dem Platz.
Foto: WAZ

Bochum/Witten..  „Darauf sind wir schon ein bisschen stolz“, sagt Heiko Schneider, Bochumer Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart, über das ehrgeizige Projekt „Spielleiter“, welches der Fußballkreis schon seit über 20 Jahren vorantreibt. Kürzlich absolvierten 21 dem Fußball Verbundene aus der Region die Ausbildung mit Erfolg und werden künftig bei Jugendspielen als Unparteiische eingesetzt.

An insgesamt vier Schulungsterminen arbeiteten sich die 22 Teilnehmer mit der Unterstützung der Schiedsrichterlehrwarte Norbert Koch und Heiko Schneider durch die 17 Fußballregeln. René Schrader, Koordinator für das Thema Öffentlichkeitsarbeit im Kreisjugendausschuss, schulte die besonderen Regelungen im Juniorenbereich sowie allgemeine Informationen zu Durchführungsbestimmungen und Spielbetrieb. „Ein Drittel der Teilnehmer kam dabei auch wieder aus Witten“, so Schneider.

Seit 1994 bereits bildet der Kreis Bochum so genannte „Spielleiter“ aus. Dies ist einmalig in Westfalen und ist eine weitere Qualitätssteigerung für den Fußball im hiesigen Kreis. Die Spielleiter-Ausbildung richtet sich an regeltechnisch fußballinteressierte Vereinsmitglieder, die Verantwortung übernehmen wollen. Der Zuwachs von weiblichen Spielleiterinnen steigt dabei stetig, was sehr erfreulich ist. „Ursprünglich verfolgten wir damit natürlich die Idee, auf diesem Weg auch Nachwuchs als anerkannte Schiedsrichter zu bekommen“, wie Heiko Schneider wissen ließ. Das allerdings blieb bislang ein frommer Wunsch - die Quote derer, die sich intensiv dem Schiedsrichter-Wesen widmeten, ist ausbaufähig.

Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung erhielten die Teilnehmer ihren amtlichen Spielleiter-Ausweis, der sie vorrangig zur Leitung von Juniorenspielen berechtigt, wenn kein amtlicher Schiedsrichter angesetzt ist. „Das ist bei Spielen in den Altersgruppen unterhalb der C-Jugend-Kreisklasse der Fall“, so Heiko Schneider. Außerdem erhielten die Teilnehmer als Dank vom Förderverein „Schiri-Plus“ der Schiedsrichter eine Pfeife sowie je eine gelbe und eine rote Karte sowie eine Spielnotizkarte, um gut gerüstet in die ersten Spielleitungen zu gehen.

Der Kreis Bochum freut sich über 21 neue geprüfte Spielleiter; ein Teilnehmer muss noch in die Nachspielzeit. Damit verfügt die Fußballjugend im Kreis Bochum derzeit über immerhin 132 geprüfte Spielleiter. „Es ist uns ein Anliegen, mit diesen Lehrgängen die Leute zu qualifizieren. Immer öfter stellen wir fest, dass es bei vielen Zuschauern an der Regelkunde mangelt - da unterliegen viele des Öfteren Irrtümern“, hofft Heiko Schneider, mit diesem jahrzehntelang erfolgreich betriebenen Projekt auch die Anerkennung für den „23. Mann“ voranzubringen.