Das nächste Lebenszeichen
29.01.2012 | 15:15 Uhr 2012-01-29T15:15:00+0100
Bommern. Na bitte, so kann es doch weitergehen: Anders als die erste Halbserie begannen die Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern jetzt die zweite mit einem Erfolgserlebnis. Gegen den HSC Eintracht Recklinghausen waren die Schützlinge von Trainer Dirk Hille beim 26:25 (15:12) vor allem kämpferisch voll auf der Höhe - auch wenn sie zwischenzeitlich um die Früchte ihrer Arbeit zittern mussten.
TuS Bommern -
HSC Eintr. RE26:25
TuS: Bauer, Thomas; Schacht (3), Lieber (10/4), Lindemann (4), Imre (4), Born (2), Jung (2), Sonnenschein (1), Rinke, Meister, Kessler (n.e.), Schäfer, Siemienowski.
Zuschauer: 200.
Na bitte, so kann es doch weitergehen: Anders als die erste Halbserie begannen die Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern jetzt die zweite mit einem Erfolgserlebnis. Gegen den HSC Eintracht Recklinghausen waren die Schützlinge von Trainer Dirk Hille beim 26:25 (15:12) vor allem kämpferisch voll auf der Höhe - auch wenn sie zwischenzeitlich um die Früchte ihrer Arbeit zittern mussten.
Im Klassement der Verbandsliga laufen die Bommeraner der „Musik“ zwar noch immer hinterher, doch mit nunmehr sechs Pluspunkten haben sie zumindest wieder halbwegs den Anschluss an die unteren Mittelfeldränge geschafft. Zudem hat die Hille-Sieben aus den letzten beiden Partien 3:1-Punkte geholt - vielleicht ein winzig kleiner Fingerzeig, dass es bergauf geht für die Grün-Weißen.
Vor allem in den ersten zehn Minuten hatten die Wittener die Partie gegen den in Bestbesetzung angetretenen HSC Eintracht Recklinghausen sicher im Griff, erspielten sich ein 7:3-Polster. Vor allem Daniel Lieber übernahm im linken Rückraum Verantwortung, war zunächst kaum zu bremsen und avancierte mit zehn Treffern zum Top-Torschützen des Liga-Vorletzten.
Nach dem 9:5 (13.) aber rieselte ein wenig Sand ins Bommeraner Getriebe - die Angriffe wurden nun nicht mehr so zielstrebig abgeschlossen, die Fehlerquote stieg deutlich an. Zwar verrichtete TuS-Torhüter André Bauer einen richtig guten Job, parierte mehrfach glänzend - zu oft allerdings tauchte vor allem Eintracht-Kreisläufer Zeljko Troselj völlig frei vor ihm auf. Der Routinier der Festspielstädter - inmitten all der A-Jugend-Bundesliga-Talente des Clubs - traf vor der Pause siebenmal für die Gäste, war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Partie bis zum 11:10 (22.) aus Sicht des HSC kippte.
Erst in den letzten Minuten des Durchgangs bekam Bommern wieder die Kurve, traf fünfmal in Serie und nahm einen 15:12-Vorsprung mit in die Kabine. Wenig später waren es dann beim 17:13 sogar wieder vier Tore Differenz - doch dieses Polster war alsbald aufgebraucht, weil sich die Hille-Sieben wieder zu simple Ballverluste erlaubte und die flinken Gäste zu schnellen Kontern einlud. Als es in der 46. Minute plötzlich 21:20 für den HSC stand, drohte die Partie den Bommeranern komplett zu entgleiten. In der Defensive kam man zu oft einfach nicht hinterher - „da fehlten uns auch die Alternativen“, so Dirk Hille, der ohne Bastian Kessler (Meniskus) und Gregor Grajcar (Familienfeier) auskommen musste. Zudem fiel Martin Schäfer (Finger ausgekugelt) früh nach einer Abwehraktion aus.
Doch wie in Halbzeit eins rissen sich die TuS-Handballer in der wichtigsten Phase wieder am Riemen - hatten freilich auch Glück bei der einen oder anderen diskutablen Schiedsrichter-Entscheidung. Endlich legte auch Marius Jung seine Zurückhaltung im Angriff ab, traf doppelt - 25:23 (58.). Als Daniel Lieber in der Schlussminute das 26:24 erzielte und André Bauer zuvor gleich zweimal überragend parierte, war das Spiel entschieden. Zwar erst der zweite Saisonsieg für den TuS Bommern - doch zumindest scheint das Team noch zu „leben“.
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