Brebach pocht auf taktische Disziplin

Im Angriffszentrum ist Bommerns Marius Jung (vorne) zu Hause. Bislang spielt er beim Tabellenführer eine hervorragende Saison.
Im Angriffszentrum ist Bommerns Marius Jung (vorne) zu Hause. Bislang spielt er beim Tabellenführer eine hervorragende Saison.
Foto: Barbara Zabka

Bommern..  Die Tage auf dem Kalender vergehen wie im Flug, für die Handballer aus der Landesliga geht es in die letzten vier Meisterschaftsspiele. Ein ganz kniffliges erwartet dabei den TuS Bommern am Samstag (19.30 Uhr, SuFz Bommern), wenn sich der TuS Westfalia Hombruch beim Spitzenreiter vorstellt.

Neben dem noch ins Haus stehenden Vergleich mit dem aktuellen Tabellenzweiten HC Heeren-Werve, der am Samstag zunächst beim HSV Herbede seine Visitenkarte abgibt und am vorletzten Spieltag die Bommeraner empfängt, dürfte das wohl die schwerste Prüfung für den Aufstiegskandidaten sein. „Das wird eine der unangenehmsten Aufgaben von unseren restlichen vier Spielen“, ist sich auch Trainer Ingo Brebach der Situation bewusst.

Die Hombrucher kommen immerhin mit der Empfehlung, unlängst erst die zweite Mannschaft gewesen zu sein, die beim FC Schalke 04 (mit 31:30) gewann. Vor Wochenfrist feierten die Dortmunder einen Vier-Tore-Erfolg über den HSV Herbede (28:24) und liegen mit 31:13-Punkten bereits jetzt uneinholbar auf dem vierten Tabellenplatz. Eine starke Bilanz.

Der TuS Bommern hat in dieser Saison allerdings bislang alle schwierigen Aufgaben gemeistert, gewann vor allem daheim gegen Heeren-Werve und gegen Schalke. Auch am Samstagabend soll das Sportzentrum am Bommerfelder Ring vor großer Kulisse wieder zu einer Art „Festung“ werden. „Aber dafür müssen wir schon unsere beste Leistung abrufen“, erklärte Ingo Brebach. Dass er zuletzt mit dem Auftritt bei Schlusslicht PSV Recklinghausen II nicht so ganz zufrieden war, das gab er seinen Schützlingen im Dienstags-Training klar zu verstehen. „Ich habe noch einmal darauf hingewiesen, dass wir unsere taktische Disziplin auf jeden Fall beibehalten müssen. Die Hombrucher werden solche Fehler, wie wir sie zuletzt in Recklinghausen gemacht haben, ganz sicher rigoros bestrafen“, so der Trainer.

Insofern sei es gegen den Liga-Vierten - mit so torgefährlichen Spielern wie Ole Sasse und dem Ex-Herbeder Ingo Stary - ratsam, „die Fehlerquote so gering wie möglich“ zu halten. Dass sein Team dazu in der Lage ist, das weiß Brebach. Im Hinspiel hatten die Bommeraner mit der Westfalia erhebliche Mühe, ehe es am Ende zu einem 29:26-Erfolg gegen die Mannschaft von Trainer Marc Lauritsch reichte. Damals erwischte Rückraum-Ass Fabian Jung einen exzellenten Tag, warf insgesamt 13 Tore. Ein anderer TuS-Akteur wird die Partie nicht in allerbester Erinnerung haben: Linkshänder Marcel Tarlinski wurde in Hombruch mehrfach rüde attackiert, schied vorzeitig wegen einer klaffenden Platzwunde nach einem schmerzhaften Sturz auf den Hallenboden aus. Auch er dürfte am Samstagabend gegen die Dortmunder hochmotiviert sein. Der TuS hat - bis auf Ersatzkeeper André Bauer - alle Mann an Bord, kann also personell aus dem Vollen schöpfen.