Brebach hofft auf „Krönung“ der Hinserie

Bommerns Mittelmann Marius Jung (M.) verletzte sich leicht bei der gemeinsamen Trainingseinheit mit den A-Jugendlichen des VfL Eintracht Hagen, ist aber wohl für Samstag fit.
Bommerns Mittelmann Marius Jung (M.) verletzte sich leicht bei der gemeinsamen Trainingseinheit mit den A-Jugendlichen des VfL Eintracht Hagen, ist aber wohl für Samstag fit.
Foto: Fischer / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit dem HC Heeren-Werve empfängt Tabellenführer TuS Bommern am Samstag in eigener Halle seinen ärgsten Verfolger.

Bommern..  Mittlerweile sind vier Wochen ins Land gezogen, seit die Landesliga-Handballer zuletzt um Meisterschaftspunkte gespielt haben. Gleich das erste Spiel im neuen Jahr hat es für Tabellenführer TuS Bommern mächtig in sich, denn die Mannschaft von Trainer Ingo Brebach bekommt es am Samstag (19.30 Uhr, SuZ Bommern) mit dem ärgsten Verfolger HC Heeren-Werve zu tun, der lediglich einen Zähler hinter den Grün-Weißen lauert. Im Lager der Gastgeber jedenfalls blickt man diesem Duell mit Feuereifer entgegen.

„Wir freuen uns einfach alle riesig auf diesen Vergleich. Man verspürt dabei überhaupt keinen Druck wie etwa vor dem Spiel bei Schalke 04 - das ist jetzt eine völlig andere Situation. Wir wissen, dass wir bislang eine richtig gute Serie gespielt haben - aber das trifft eben auch auf Heeren-Werve zu“, erklärt TuS-Coach Ingo Brebach. Eine längere Pause, wie sie nun hinter den beiden Kontrahenten liegt, hat immer ihre guten und schlechten Seiten. „Natürlich wirft einen sowas erstmal ein Stückchen zurück - gerade, wenn es zuvor so gut gelaufen ist wie bei uns“, sagt Brebach. Andererseits konnten die noch immer ungeschlagenen Bommeraner (21:1-Punkte) ihre Blessuren, einige kleinere Wehwehchen trefflich auskurieren.

„Wir haben am Samstag einen absolut vollen Kader“, hat der TuS-Coach vor dem Gipfeltreffen mit den Kamener Vorstädtern (20:2-Punkte) die Qual der Wahl. Kreisläufer Andreas Buchholz ist gut in Schuss, Linkshänder Marcel Tarlinski hat sich von seinen Verletzungen aus der Partie in Hombruch erholt. „Nur Marius Jung hat am Montag im Training einen Schlag aufs Knie bekommen - aber bis zum Spiel ist das wieder okay“, macht sich Brebach keine Sorgen um den quirligen Mittelmann.

Was er vom letzten Heimspiel-Gegner der Hinserie hält? Offenbar eine ganze Menge, denn Brebach lobt die Truppe von Trainerkollege Kai Harbach quasi über den grünen Klee. „Heeren-Werve hat eine richtig tolle Mannschaft - eine prima Mischung aus Jung und Alt. Also ähnlich wie bei uns. Im Gegensatz zur letzten Saison spielen sie einen wahnsinnig schnellen Ball“, so Brebachs Analyse.

Irgendwoher müssen die 394 geworfenen Tore (Spitzenwert der Liga) ja kommen. „Heeren ist auf allen Positionen top besetzt, kann ein Spiel von überall entscheiden“, rät der TuS-Coach den Seinen zu erhöhter Wachsamkeit. Doch die Gäste haben es als offensivstärkstes Team der Liga (schon viermal 40 oder mehr Tore) mit der besten Abwehrreihe zu tun - dieser Vergleich dürfte besonders reizvoll werden. Der Bommeraner Defensiv-Block mit Thomas Hitzemann, Tibor Sipos, Lukas Burbaum oder Andreas Buchholz hat bislang nahezu jeden Gegner schier zur Verzweiflung gebracht - in Verbindung mit starken Torhütern wie Mathias Kilfitt oder André Bauer. „Das wird bestimmt kein Katastrophen-Spiel“, flachst Ingo Brebach, der auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen hofft. „Ich bin schon froh, dass wir das Spiel zu Hause haben - mit einem Sieg könnten wir unsere tolle Hinrunde krönen.“