Bierey muss der Hitze Tribut zollen

TTW-Athlet Dietmar Bierey lief schon beim Ironman auf Hawaii ins Ziel. Der Wettkampf in Frankfurt am Sonntag war aber sein härtester.
TTW-Athlet Dietmar Bierey lief schon beim Ironman auf Hawaii ins Ziel. Der Wettkampf in Frankfurt am Sonntag war aber sein härtester.
Foto: WAZ FotoPool
Hawaii-Finisher vom Triathlon Team TG Witten absolviert in Frankfurt seinen härtesten Wettkampf. Stefan Gawlick benötigt über 14 Stunden. Waclaw Janikowski schafft es nicht ins Ziel.

Witten..  Es war bereits sein insgesamt vierter Ironman, den Dietmar Bierey in Frankfurt hinter sich gebracht hat. Der Athlet vom Triathlon Team TG Witten startete sogar schon auf Hawaii, das nicht gerade für seine herbstlichen Temperaturen bekannt ist. Eine Hitzeschlacht wie die am Sonntag in Frankfurt am Main hat der ehemalige Radsportler aber noch nicht erlebt.

„Der Körper lechzt nach Erholung“, sagt „Didi“ Bierey am Tag nach dem Wettkampf. Allerdings sind es weniger die Muskeln, die schlapp machen. Der Kreislauf wurde aufgrund der hohen Temperaturen arg belastet. „Ich bin einfach allgemein unheimlich müde“, so Bierey. „Man vergisst natürlich so ein bisschen, wie sich die Temperaturen auf Hawaii angefühlt haben. Aber ich hatte den Eindruck, dass es in Frankfurt diesmal noch schlimmer war.“

Eine Zeit unter 9:30 Stunden hatte sich der Feuerwehrmann aus Witten vorgenommen, wollte damit einen der ersten drei Plätze in seiner Altersklasse M50 belegen. 10:15:28 Stunden (Splitzeiten: 1:16:24/ 4:57:18/3:54:34) sind es am Ende geworden, gleichbedeutend mit Rang acht in seiner Altersklasse. Insgesamt war er mit dieser Zeit der 185. Läufer, der am Frankfurter Römer über die Ziellinie lief. „Am Ende bin ich zufrieden, dass ich überhaupt durchgekommen bin“, so Bierey.

Bis es nach mehr als zehn Stunden so weit war, hatte der TTW-Athlet mit einigen Hindernissen zu kämpfen. Der Massenstart der knapp 2.500 Teilnehmer sorgte für eine chaotische erste Runde beim Schwimmen, in der Bierey auf 100 Metern 20 Sekunden langsamer unterwegs war, als in Runde zwei, als das Feld sich entzerrt hatte. Auf dem Rad zeigte das Thermometer zwischenzeitlich 43 Grad an. „Da hatte ich das Gefühl, dass mir jemand einen Föhn ins Gesicht hält“, sagt Bierey.

Er musste sich beim Marathon mächtig quälen, um nicht aufzugeben. Die regelmäßigen Versorgungsstationen waren Pflicht. „Aber die Eiswürfel, die ich mir unter die Kappe gesteckt habe, waren nach einer Minute schon geschmolzen“, meint Bierey, der deshalb festhält: „Das war mein bisher härtester Ironman.“

Mit den Bedingungen zu kämpfen hatten auch seine Vereinskameraden Stefan Gawlick und Waclaw Janikowski. Gawlick kam nach 14:18:16 Stunden (333./M35) ins Ziel, Janikowski gab nach fast 150 Kilometern auf dem Rad nach über acht Stunden auf.