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Augustin trotzt in Ljubljana der Hitze

08.08.2008 | 22:35 Uhr

Bronzemedaille für den Oldie das beste Ergebnis

LEICHTATHLETIK SENIOREN-EMWitten. "Absolut super", fiel das Fazit von Klaus Augustin vom Triathlon-TEAM Witten nach seiner Reise zur Senioren-EM im slowenischen Ljubljana aus. "Das Land ist wirklich schön und die Gastfreundschaft großartig", lobte er den touristischen Aspekt der Reise. Auch sportlich zeigte er sich nach einer Bronzemedaille sowie jeweils einem vierten, fünften und sechsten Rang zufrieden.

Einziger Makel in der Erinnerung blieb die Hitze: "Bei 35 Grad in einem Stadion, in dem sich kein Lüftchen regt, ist das laufen nicht so doll." Einzig der 1500-Meter-Auftritt des Witteners fand abends statt und bedeutete mit einer Zeit von 4:45,04 und den sechsten Rang ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Die 10 000-Meter-Distanz wurde um 15 Uhr gestartet - 38:46,81 Minuten reichten zum vierten Platz. Gar um 12 Uhr hatten die Organisatoren das 5000-Meter-Rennen angesetzt. Letztlich sollte diese Strecke das Highlight für Augustin werden, denn nach 17:59,15 Minuten lief er als Dritter ins Ziel. "Von Laufen konnte man da aber eigentlich gar nicht sprechen", lachte der "Senior", denn die finalen 300 Meter des Laufes legte er in der stattlichen Zeit von 90 Sekunden zurück. "Als wir dann in die letzte Runde liefen, dachte ich mir: ,Hoppla Klaus, da geht heute was', aber dann habe ich meine Beine auf einmal nicht mehr gemerkt."

Die Hitze forderte ihren Tribut und Augustin hatte große Mühe, den Lauf zu beenden. Vierzig Meter vor dem Zielstrich musste der Oldie sich sogar noch hinsetzen, rettete sich jedoch noch vor dem Viertplatzierten ins Ziel.

Und das sogar so gut, dass er sich auch noch entschlossen hat, den Marathon zu laufen. Allerdings musste er seiner Freundin versprechen, diesen gemäßigt anzugehen. "Ich habe ja schon viel erlebt, aber so was noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich das noch mal tun werde", berichtet er über die Organisation des 42,195 Kilometer-Laufes. Seine Endzeit von 3:12,02 Stunden und Platz fünf sind rückblickend eher Randereignisse für Augustin. "Die haben uns schon bei der Teambesprechung gesagt, dass wir möglichst links laufen sollen, weil uns der Verkehr entgegenkomme. Auch auf die Ampelschaltung sollten wir achten", berichtet er über den etwas anderen Hindernis-Lauf.

Ein Teilstück ging sogar in der Nähe einer Autobahn vorbei, wo die Fahrzeuge mit hohem Tempo die Strecke kreuzten. "Wir haben am Abend zusammen gesessen und konnten es immer noch nicht glauben", wird das Kopfschütteln wohl noch eine Weile andauern. "Aber abgesehen davon waren die EM-Tage in jeder Hinsicht ein Genuss. Tolles Land, toller Urlaub und eine unerwartete Medaille."

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