Aufholjagd wird nicht belohnt

Auch Julia Lewe (am Ball) konnte die Niederlage ihrer „Eisenbahnerinnen“ letztlich nicht verhindern.
Auch Julia Lewe (am Ball) konnte die Niederlage ihrer „Eisenbahnerinnen“ letztlich nicht verhindern.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
ETSV Witten verliert trotz starker zweite Hälfte mit 22:23 in Kaiserau.

Kamen.. TV Germ. Kaiserau -
ETSV Witten 23:22

ETSV: Mindt, D. Schabacker; Achtsnichts (4), Albus (4), Behler (4/4), Herrmann (2), Hugger (3), Lewe (1), Oberbossel (2), Richter (1), Schmidtmann (1), J. Schabacker, Rüwald.

Was für ein bitterer Jahresbeginn für die Handballerinnen des ETSV Witten. Beim TV Germania Kaiserau kämpfte sich das Team von Coach Stephan Hellwig nach großem Rückstand bravourös zurück und verlor am Ende dennoch mit 22:23 (10:13).

Die Kamener Gastgeberinnen begannen die Partie in der Defensive wie erwartet mit einer 3-2-1-Deckung, dass seit langer Zeit favorisierte System des Teams um Ex-„Eisenbahnerin“ Maike Kuhnert. „Das wussten wir natürlich, dennoch war es schwierig sich gezielt darauf vorzubereiten. Das hätte einfach zu lange gedauert“, erklärte Hellwig, der mitansah, wie die Seinen zu Beginn sehr nervös agierten. Man hatte Probleme mit der Germania-Abwehr und produzierte allein im ersten Durchgang ganze elf Ballverluste. „So sind wir die ganze Zeit hinterhergelaufen“, meinte der Coach. Zwar schaffte sein Team nach zwischenzeitlichem 5:7-Rückstand (15.) durch Sophie Hugger noch den Ausgleich (8:8, 20.), doch bis zur Halbzeit zogen die Gastgeberinnen durch drei schnelle Treffer wieder auf 13:10 davon. Gerade Kreisläuferin Kuhnert bekam man einfach nicht in den Griff.

Genauso ging’s im zweiten Spielabschnitt weiter. Als beim 13:19 (40.) aus Wittener Sicht schon fast nicht mehr an einen Erfolg zu denken war, beorderte Hellwig Vanessa Oberbossel neben Annika Albus an den Kreis. Eine Maßnahme die Wirkung zeigte. Treffer um Treffer kämpfte man sich in den folgenden Minuten zurück in die Partie. Plötzlich zeigte man auch in der Defensive ein ganz anderes Gesicht.

Maike Behler’s Siebenmeter sorgte schließlich sogar für die 22:21-Führung (52.). Doch es sollte an diesem Sonntag wohl einfach nicht sein. In den hektischen Schlussminuten entriss Kaiserau den in Unterzahl agierenden „Eisenbahnerinnen“ die Führung erneut und hatte am Ende das Quäntchen Glück auf seiner Seite.