Auch SV Herbede nicht mehr zu retten

Auch Herbedes Fabrizio Leone (re.) konnte die Pleite trotz engagierter Leistung letztlich nicht verhindern.
Auch Herbedes Fabrizio Leone (re.) konnte die Pleite trotz engagierter Leistung letztlich nicht verhindern.
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Was wir bereits wissen
Stauseekicker halten gegen den bereits aufgestiegenen Spitzenreiter SV Brackel 06 lange ordentlich dagegen, müssen sich letztlich aber dennoch mit 2:5 deutlich geschlagen geben

Herbede.. SV Herbede -
SV Brackel 06 2:5 (0:0)

SVH: Hamann; Hain, Hochwimmer, Leone, Hope, Homann, Karisik, Beckmann (34. Reckort), Dörken (62. Pänkert), Silberbach, Sisman (70. Tiedtke).

Schiedsrichter: C. Liedtke (Werdohl).
Zuschauer: 120.
Torfolge: 0:1 Adler (47.), 1:1 Homann (49.), 1:2 Sylla (50.), 2:2 Karisik (56.), 2:3 El Hamdi (69.), 2:4 Wittchen (80.), 2:5 Adler (84.).

Der SV Herbede wird in der kommenden Saison definitiv in der Bezirksliga an den Start gehen. Im letzten Heimspiel der Saison setzte es ein 2:5 (0:0) gegen Ligaprimus SV Brackel 06. Der Klassenerhalt ist damit rechnerisch nicht mehr möglich.

Schon im Vorfeld war klar, dass man gegen die Dortmunder drei Punkte benötigen würde, um die Minimalchance auf den Ligaverbleib zu wahren. Und tatsächlich präsentierten sich die Schwarz-Weißen von Beginn an deutlich verbessert als noch in den Wochen zuvor. Die Gäste, die zunächst einige Stammkräfte schonten (unter anderem 18-Tore-Mann Oliver Adler), machten direkt nach Anpfiff zwar mächtig Druck und hatten auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wie erwartet mehr vom Spiel, doch die SVH-Defensive stand weitgehend sicher. Auch der zwischenzeitliche Ausfall von Daniel Beckmann machte sich im Abwehrzentrum zunächst nicht bemerkbar. Da die Hausherren nach vorne allerdings kaum etwas zu Stande brachten, ging’s nach einem zerfahrenen ersten Durchgang torlos zum Pausentee.

Umso turbulenter gestaltete sich die Partie nach Wiederanpfiff. Nach dem frühen 0:1 durch den inzwischen eingewechselten Oliver Adler (47.), kamen die Hausherren durch Benjamin Homanns sehenswertes Weitschuss-Tor (49.) umgehend zurück. Auch auf den erneuten Rückstand (50.) hatte man die passende Antwort. Zunächst zeigte SVH-Keeper Daniel Hamann eine Wahnsinns-Parade gegen den einschussbereiten Adler (55.) und im direkten Gegenzug markierte Elvis Karisik den Ausgleich (56.). Nicht nur die Zuschauer spürten nun, dass ein Herbeder-Sieg kein Ding der Unmöglichkeit war. Endlich kam man über die Konterangriffe auch zum Erfolg.

Doch die Hoffnungen währten nur kurz. „Zwischenzeitlich dachte ich, das wird noch was, doch wir haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen“, erklärte Herbedes Co-Trainer Guido Silberbach. Denn in der wohl stärksten Phase des SVH missglückte Sven Hochwimmer ein Klärungsversuch. Hamza El Hamdis Schuss wurde von Gianluca Silberbach dann auch noch so unglücklich abgefälscht, dass er sich hinter Hamann ins Tor senkte (69.) - die Entscheidung. Denn den dritten Rückstand konnte man nicht mehr egalisieren. Zwar mühte man sich weiter nach Kräften und warf noch einmal alles nach vorne, doch die Dortmunder spielten ihre Gegenangroffe nun clever aus und schraubten das Ergebnis in die Höhe. „Wir haben den Klassenerhalt sicherlich nicht heute verspielt“, sagte Silberbach nach der Vorstellung der Seinen umso enttäuschter.