Annen verpasst Befreiungsschlag

Witten.. VfB Annen 19 -
SG Wattenscheid 09 II 2:3 (1:1)

VfB: Körfer; Ackermann, Kratschmer, Korinth, Badroosian (87. Marzinkowski), M. Böth, Sonntag, Cakovic, Weißberg, Salmen (55. Llambi-Gonzales), Mudric.
Schiedsrichter: Kevin Schmidt.
Zuschauer: 100.
Torfolge: 0:1 Tumbul (10.), 1:1 Mudric (17.), 1:2 Elbüstü (59.), 2:2 Mudric (75.), 2:3 Özpay (82.).

Immer dünner wird die Luft im Abstiegskampf für den VfB Annen. Gegen den direkten Konkurrenten SG Wattenscheid 09 II musste man sich auf eigenem Platz verdient mit 2:3 (1:1) geschlagen geben. Damit beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nun schon drei Punkte.

Dem scheidenden VfB-Coach Thomas Gerner war der Unmut über den Auftritt seiner Schützlinge nach dem Anpfiff deutlich anzumerken. „Das war einfach zu wenig. Viele Spieler haben noch nicht begriffen, um was es hier für den Verein geht. Im Abstiegskampf muss man anders auftreten. Da sind auch unsere vielen Verletzten keine Ausrede“, legte der Übungsleiter den Finger in die Wunde.

In der Tat konnte sich das VfB-Lazarett an der Seitenlinie durchaus sehen lassen. Ganz anders sah die Situation bei den Gästen aus, die sich Verstärkung aus der Regionaliga-Erstvertretung besorgt hatten. Das sollte sich gleich nach neun Minuten auszahlen. Bei einem SG-Eckball befand sich die Annener Hintermannschaft im Tiefschlaf, der ehemalige Hevener Demir Tumbul sagte Danke und traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Eine Minute zuvor hatte Fabian Korinth die Führung auf dem Fuß, doch er verpasste den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss.

Nach dem Rückstand zeigten sich die Gastgeber keineswegs geschockt. Erst setzte Yannik Salmen den Ball aus aussichtsreicher Position über den Kasten, dann trat Daniel Mudric in Aktion. Nach einem starken Pass von Marvin Böth traf der bullige Stürmer in der 17. Minute aus spitzem Winkel mit dem Außenrist zum Ausgleich - das Spiel war wieder offen.

In der Folge hatten Salmen, der die Latte traf, und Mudric gute Möglichkeiten ihre Farben in Front zu bringen. Bis zur Pause wollte jedoch kein weiterer Treffer mehr fallen.

Nach dem Pausentee kam dann ein echter Bruch in das Spiel des VfB. Es spielten ausschließlich die Gäste, die Gerner-Elf lief stets hinterher. „Wenn man immer nur reagiert statt zu agieren, muss man sich nicht wundern“, so die treffende Analyse des Trainers. Die Führung der Wattenscheider in der 59. Minute durch Eren Elbüstü war so hochverdient. Doch noch immer hatten die Hausherren durchaus die Chance auf etwas Zählbares. Dennis Sonntag scheiterte in der 65. Minute noch am SG-Keeper. Doch eine Viertelstunde vor dem Ende war Mudric per Kopf nach schöner Flanke von Fabian Korinth erneut zur Stelle - 2:2. Doch es passte zum Auftritt der zweiten Halbzeit, dass man Serkan Özpay nur sieben Minuten später noch den Siegtreffer gestattete.