Am Stausee rollt wieder der Ball

Benjamin Homann (li.) und der SV Herbede treffen in der Vorrunde auf den TuS Heven und den TuS Stockum.
Benjamin Homann (li.) und der SV Herbede treffen in der Vorrunde auf den TuS Heven und den TuS Stockum.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Stadtwerke-Industriecup beim SV Herbede dürfte der erste richtige Härtetest für die teilnehmenden Teams sein.

Witten..  Spätestens die ersten Testspiele sind im Fußball immer ein Indiz dafür, dass die Sommerpause endgültig vorbei ist. Meist treten die Kicker dort sogar schon mit schweren Beinen von den ersten Trainingseinheiten an, was die Partien zu echten Härtetests machen kann. Eine erste Standortbestimmung dürfte für gleich drei Teams aus der Ruhrstadt auch in diesem Jahr wieder der Stadtwerke-Industriecup beim SV Herbede sein. Los geht’s schon am heutigen Freitag.

Traditionsgemäß ist das Vorbereitungsturnier am Stausee mit starken Teams besetzt. So dürfen die Zuschauer schon beim Eröffnungsspiel zwischen Landesligist SC Obersprockhövel und Oberligist TuS Ennepetal (Freitag, 17.30 Uhr) mit gutem Fußball rechnen. In der Gruppe A treffen beide zudem auf Westfalenligist DJK TuS Hordel, der sicherlich auf die Titelverteidigung schielen wird.

So richtig interessant versprechen aus Wittener Sicht allerdings die Duelle in der Gruppe B zu werden. Denn dort stehen sich mit Landesligist TuS Heven, Ausrichter SV Herbede und dem TuS Stockum gleich drei Teams aus der Ruhrstadt gegenüber, die in der vergangenen Spielzeit jeweils abstiegen und mit teilweise runderneuertem Kader in die kommende Saison gehen. Die Testspiele am Stausee dürften also für die Aktiven eine willkommene Gelegenheit sein, sich Publikum und Trainerstab von ihrer besten Seite zu präsentieren und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Vor allem beim SV Herbede erwartet man mit Vofreude und Spannung den ersten Test unter Wettkampfbedingungen, der attraktiver kaum sein könnte. Zu Beginn trifft man heute Abend auf Lokalrivale TuS Heven (19.30 Uhr). „Auch wenn wir uns erst noch finden müssen, wir haben Ambitionen die ersten Testspiele zu gewinnen“, erklärt Routinier Daniel Beckmann, der zurzeit das im Urlaub weilende Trainergespann Marco Held/Guido Silberbach vertritt. Nachdem Leistungsträger wie Torhüter Daniel Hamann oder der flinke Fabrizio Leone den Verein verlassen haben, gelte es zunächst einmal die vielen neuen und jungen Spieler zu integrieren, fügt er an. Umso besser, dass die Voraussetzungen dafür bestens sind. Musste der SVH im vergangenen Jahr noch mit einer Not-Elf beim eigenen Turnier antreten, sind diesmal alle Kicker an Bord. „Wir wollen die letzte Saison nun endgültig hinter uns lassen“, sieht Beckmann den Industriecup als Aufbruch zu neuen Ufern.

Ähnlich dürfte das Motto auch am Haldenweg lauten, wo man ebenfalls einen personellen Neuanfang wagt und beim Industriecup daher wohl auf großzügige Personalrochaden zurückgreifen wird, um allen Spielern Einsatzzeit zu gewähren. Denn bei 20 Neuzugängen werden Coach Jürgen Litzmanski - der nach dem Urlaub voraussichtlich Sonntag wieder zum Team stoßen wird - und Co-Trainer Andreas Hanke den Kader bis zum Liga-Auftakt gewiss noch genau unter die Lupe nehmen.

Da hat es Stockums Trainer Dirk Reinert etwas leichter. Zwar hat man auch an der Pferdebachstraße einige empfindliche Abgänge zu verzeichnen, doch ein personeller Rundumschlag bleibt dem TuS Stockum erspart. Die Reinert-Elf hat sich eher gezielt noch weiter verstärkt und wird am Samstag gegen den SV Herbede (17 Uhr) das künstliche Grün betreten und ins Turnier eingreifen. Man darf gespannt sein, wie sich der A-Ligist gegen die Konkurrenz schlägt.